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Die Stadt Wernigerode wird auch "die Bunte Stadt am Harz" genannt, was darauf zurückgeht, dass hier die gesamte Innenstadt von herrlichen Fachwerkbauten übersät ist, die in allen Farben angestrichen sind, ohne "überladen" zu wirken. Sie liegt am Nordrand des Harzes malerisch eingebettet in den Tälern des Mühlental und das des Gebirgsflusses Holtemme.

Fachwerkbauten aus fünf Jahrhunderten, enge Gassen und idyllische Winkel prägen das Gesicht der 1121 erstmals erwähnten Stadt, die sich ihr historisches Flair bewahrt hat. Den stilistisch vielfältigen Fachwerkhäusern verdankt Wernigerode den Namen "Bunte Stadt am Harz". Namenhafte Persönlichkeiten wie Goethe oder Fontane waren einst gerngesehene Gäste dieser zauberhaften Stadt - auch der Heidedichter Herrmann Löns. Letzterer prägte den noch heute zutreffenden Namen "bunte Stadt am Harz".

Wernigerode ist eine Stadt mit besonderen Reize: In einzigartiger Faszination und Vielfalt wetteifern prachtvolle Fachwerkhäuser um die Gunst der Besucher, das Älteste von ihnen schon seit rund 1400.

Nicht weniger kurios sind das "Kleinste Haus", heute als Museum zugängig, oder das "Schiefe Haus".

Eine Perle mittelalterlicher Baukunst ist das Rathaus, bekannt und geschätzt als Ort der Trauungen in historischem Ambiente.

Schloss Wernigerode

Die meist besuchte Sehenswürdigkeit von Sachsen-Anhalt

Hoch über der Altstadt thront Schloß Wernigerode, welches Blicke in die fürstlichen Gemächer ermöglicht und ganzjährig mit wechselnden Ausstellungen aufwartet. Vom Schloss bietet sich eine herrliche Aussicht über die Harzlandschaft bis hin zum Brocken.

Mit Zusammenlegung der beiden Nationalparke Harz (Niedersachsen) und Hochharz (Sachsen-Anhalt) zum Nationalpark Harz wurde Wernigerode zum Sitz der Nationalparkverwaltung auserkoren. Zudem befindet sich die Sitz der HSB - Harzer Schmalspurbahnen GmbH - in Wernigerode. Beide Begebenheiten und die wundervolle Aussicht vom Schloss Wernigerode über den Harz bis hin zum Brocken machen eindrucksvoll den Verbund der Stadt mit dem Harz jedem Besucher klar.

Und schließlich hat mit der Zusammenlegung der Kreise "Wernigerode", "Halberstadt" und "Quedlingburg" zum "Harzkreis" die Stadt Wernigerode zwar den Status "Kreisstadt" verloren, aber aufgrund der vielen in den letzten Jahren gebauten Kreisel kann man sie getrost "Kreiselstadt" nennen. Auch wenn dieser Titel natürlich nur inoffiziell und bisher nirgends verzeichnet ist.

Eingemeindungen - Wernigerode wächst.

Über die Jahrzehnte wurden rund um Wernigerode viele Ortschaften mit eingemeindet, um so Verwaltung und Kosten zu sparen und Synergieeffekte zu schaffen, die die meist kleineren Orte nicht alleine aufbringen könnten. So wächst Wernigerode langsam aber stetig. Und während Hasserode und Nöschenrode nunmehr schon lange eingemeindet und längst fester Bestandteil des Stadtgebietes Wernigerode geworden sind, ist Schierke nun seit der letzten Gebietsreform das neuste Stück im großen Wernigeröder Ortschaften-Puzzle. Und es passt. Beide Orte sind weit über die Grenzen des Harzes bekannt und insbesondere für ihre touristischen Akzente bei Besuchern beliebt.

Kultur und Feiern in der bunten Stadt am Harz

In Wernigerode erwartet Sie ein vielseitiges Kulturangebot für Jung und Alt. Ob Rathausfest, Neustadter Weintage, Schlossfestspiele oder Altstadtfest - Zeit für Geselligkeit und Kommunikation sowie für künstlerische Genüsse findet sich. Ganzjährig gibt es Ausstellungen und Konzerte. Das Philharmonische Kammerorchester Wernigerode und der Rundfunkjugendchor des Landesgymnasiums für Musik sind in Wernigerode zu Hause. Wernigerode ist alle zwei Jahre Gastgeber des internationalen Johannes-Brahms-Chorwettbewerbs. Sportliche Events, wie der Harzgebirgslauf, sind fester Bestandteil des Kulturangebotes. Aber weltberühmt sind die Sehenswürdigkeiten der Stadt Wernigerode, welche Jahr für Jahr über 2 Mio. Tagesbesucher in die kleine Fachwerkstadt locken.

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Ortsteil: Benzingerode

Ortsteil: Benzingerode

Der kleine Ort Benzingerode, mit seiner 1903 nach Plänen von Johann Pfeifer erbauten Kirche, liegt 6 km von Wernigerode entfernt. Als Vorbild diente die Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche. Am Dorfausgang steht der Burghügel, vermutlich in vor- und frühgeschichtlicher Zeit bereits Standort einer Fluchtburg, auf der dann in fränkisch-karolingischer Zeit die Struvenburg erbaut wurde. Ihr gegenüber liegt auf einem flachen Höhenrücken die S...

Ortsteil: Drei-Annen-Hohne

Drei Annen Hohne, zwischen Schierke und Wernigerode mitten im Wald gelegen, ist idealer Ausgangspunkt für wildromantische Harzwanderungen. Von der Harzquerbahn zweigt bei der Station Drei-Annen-Hohne die Brockenbahn ab. Der Ottofelsen bietet nicht nur einen erstaunlichen Anblick, sondern auch einen hervorragenden Rundblick. Ein etwa 1000 m langer Skilift am 880-m hohen Hohnekopf läßt das Herz aller alpinen Skisportler höher schlagen....

Ortsteil: Reddeber

In direkter Nachbarschaft von Wernigerode liegt die Harzgemeinde Reddeber. Das neueste Wahrzeichen der Gemeinde ist der riesige Gewerbepark, der den Ort mit Wernigerode verbindet.Der Ort wurde 936 erstmals als Rudiburg urkundlich durch den Kaiser Otto I. erwähnt. Da man jedoch nach dem Zweiten Weltkrieg im Jahr 1955 eine 1000-Jahrfeier organisiert hatte, wurde 2005 das 1050-jährige Ortsjubiläum gefeiert.Die Ortsgründung geht auf einen Königshof z...

Ortsteil: Schierke

Schierke ist eine gemütliche, kleine Bergstadt direkt am Fuße des Brockens zwischen Braunlage und Wernigerode auf einer Höhe zwischen 580 bis 640 m gelegen. Von hier aus haben Sie die Möglichkeit, den Brocken, den höchsten Berg des Harzes, zu Fuß, im Kremser (Pferdekutsche) oder mit der Brockenbahn zu erklimmen.Natur und der Brocken - die wahren Schätze von Schierke: Die ursprüngliche Natur des Nationalparks Harz mit bizarren Felsen, tiefen Sch...

Geschichte zur Stadt

Der Ort Wernigerode ist eine wunderschöne Stadt mit Fachwerkbauten, die zurück ins Mittelalter reichen und wurde erstmals im Jahre 1121 urkundlich erwähnt. Aus dieser Zeit stammt auch der Vorläufer des heutigen Schlosses, die Burg des Grafen Adalbert aus Heimar. Der Ort selber ist jedoch schon wesentlich älter. Man vermutet, daß er im 9. oder 10. Jahrhundert zu Beginn der großen Rodungsperiode gegründet wurde.
 

Grafen von Wernigerode

  • (1110)1121-1133 Albrecht I. von Wernigerode
  • 1134-1165 Albrecht II. von Wernigerode
  • 1173-1214 Albrecht III. von Wernigerode
  • 1217-1252 Konrad I. von Wernigerode
  • 1217-1269 Gebhard I. von Wernigerode
  • 1217-1231 Burghard von Wernigerode
  • 1254-1293 Konrad II. von Wernigerode (1268 wird Wernigerode brandenburgisches Lehen)
  • 1268-1319 Albrecht V. von Wernigerode
  • 1297-1339 Konrad III. von Wernigerode
  • 1325-1370 Konrad IV. von Wernigerode
  • 1358-1407 Konrad V. von Wernigerode
  • 1375-3. Juni 1429 Heinrich IV. von Wernigerode
    • 1417 erfolgte eine Erbverbrüderung mit den Grafen zu Stolberg, welche ab 1429 regierten

Gartentrume Historische Parks in Sachsen Anhalt

Im Jahre 1999 wurde in Zusammenarbeit des Ministeriums für Wirtschaft und Arbeit, des Kultusministeriums und des Landesamtes für Denkmalpflege des Landes Sachsen Anhalt das Projekt Gartenträume Historische Parks in Sachsen Anhalt ins Leben gerufen.
Erklärtes Ziel ist es, die Regionen des Landes weiter für den Tourismus zu entwickeln und damit eine Steigerung der Wirtschaft zu erreichen.
Die Wernigeröder Schlossgärten sind ein Teil dieses Projektes. Die Gärten in ihrem Zusammenhang entwickeln sich zu einer weiteren wichtigen Säule für den Tourismus in der Stadt Wernigerode und im Landkreis.Lustgarten
Die schlossnahen Gärten

Die Sage des fortgerutschten Schlosses zu Wernigerode

Das Schloss des Grafen von Wernigerode stand früher südwestlich der heutigen Stelle, da, wo heute noch die Gräben der Harburg zu erkennen sind. Als der Hausstand des Grafen sich vergrößerte, fehlte es an Platz für einen Erweiterungsbau. Gern hätte er auf dem heutigen Burgberge ein neues Schloss errichtet, aber dafür reichten die Barmittel nicht. Als er sich nicht zu helfen wusste, gab ihm die Gräfin den Rat, seinen Wunsch dem Hausgeist vorzutragen.
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