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Wurmberg

Der Wurmberg ist mit 971 m ü. NN der zweithöchste Berg des Harzes und der höchste Berg Niedersachsens.

Der Wurmberg liegt nördlich von Braunlage im Landkreis Goslar und westlich von Schierke. Der Gipfel befindet sich genau südlich des Brockens und etwa 400 m (Luftlinie) südlich der Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt. Beide Berge werden vom Tal der Kalten Bode getrennt, das an dieser Stelle etwa 660 m tief ist.

Am Wurmberg sind zwei markante Klippen zu finden:

    * Die kleine Wurmbergklippe befindet sich zwischen der Talstation und der Mittelstation der Wurmbergseilbahn etwa 100 m östlich der Seilbahntrasse im Fichtenwald.
    * Die Große Wurmbergklippe ragt westlich der Seilbahntrasse zwischen der Mittelstation und der Bergstation auf, sie liegt nur wenig oberhalb des inzwischen zugeschütteten oberen Wurmberg-Steinbruchs.

Karte (Google-Maps)
Abstand

Geschichte

Schon im 13. Jahrhundert taucht der Name Wormberch in den Lehnbüchern und Güterverzeichnissen der Grafschaft Regenstein-Blankenburg in Verbindung mit dem Eisenbergbau auf. Im 19. Jahrhundert wurde der Berg noch Wormsberg oder Wormberg genannt, eine schlüssige Deutung des Namens liegt bislang nicht vor.

Um 1850 wurde auf dem Gipfel des Wurmbergs ein erstes Signal zur Vermessung des Harzes errichtet. Es wurde 1890 durch einen Holzturm für trigonometrische Messungen ersetzt, der bis 1930 bestand. Im Jahr 1922 wurde eine hölzerne Skisprungschanze mit einem 28 m hohem Anlaufturm erbaut, der auch als Aussichtsturm dient (s. u.). Seit den 1950er Jahren besteht neben dem Turm eine Gaststätte.

Zu Zeiten des Kalten Krieges befand sich auf dem Gipfelplateau eine Lauschstation. 1972 errichteten US-Geheimdienste auf den Wurmberg einen 81 m hohen Turm, den North Tower, zur Aufnahme der entsprechenden Abhörgeräte. Diese Station wurde am 22. August 1994 gesprengt und deren Reste beseitigt. (siehe auch: Aufklärungsturm auf dem benachbartem Stöberhai).

Seit 1963/65 führt von Braunlage aus die Wurmbergseilbahn zum Berg hinauf. Die Errichtung der Kabinenseilbahn erfolgte in zwei Bauabschnitten; im Jahr 1997 wurde die Seilbahn dann nochmals komplett erneuert.

Auf dem Gipfel befindet sich in einem Container eine von 25 Messstellen des Lufthygienischen Überwachungssystemes Niedersachsen.