
Erstes Siedlungsgebiet war der Klint, wo sich eine Niederungsburg befand, die sogenannte Schnakenburg. 1805 wurden die Reste dieser Burganlage abgebrochenen, als Teil davon ist nur noch das Haus Gadenstedt (Oberpfarrkirchhof 12) aus dem Jahre 1582 erhalten. Zu Zeiten der ersten Siedlung befand sich auf der Anh�he des Klints noch der harztypische Urwald, der erst gerodet werden musste, daher auch der Namensteil "-rode".
Der Ort wurde 1121 erstmals urkundlich in Zusammenhang mit einem hier ans�ssig gewordenen, aus Haimar bei Hildesheim stammenden Grafengeschlecht erw�hnt. Am 17. April 1229 wurde der Siedlung das Stadtrecht nach dem Vorbild von Goslar verliehen. Im Jahre 2004 feierte Wernigerode das Jubil�um der Verleihung des Stadtrechts vor 775 Jahren.
Nach dem Aussterben der Grafen von Wernigerode in m�nnlicher Linie 1429 wurden Wernigerode Sitz der Grafen zu Stolberg, die �ber Jahrhunderte hier die Oberherrschaft aus�bten. Im Bauernkrieg 1525 wurden mehrere umliegende Kl�ster gepl�ndert und teilweise zerst�rt, so insbesondere das Kloster Himmelpforten im heutigen Stadtteil Hasserode. Pl�nderungen im Drei�igj�hrigen und Zerst�rungen durch Br�nde brachten gro�es Leid �ber die hier ans�ssige Bev�lkerung.
Von 1807 bis 1813 war Wernigerode in das K�nigreich Westfalen integriert, bevor die Stadt dem neugebildeten preu�ischen Landkreis Osterwieck der preu�ischen Provinz Sachsen zugeordnet wurde. Erst nach Einspruch des Grafen Henrich zu Stolberg-Wernigerode wurde Wernigerode 1825 wieder Sitz eines eigenen Landkreises innerhalb des Regierungsbezirks Magdeburg.
In der 2. H�lfte des 19. Jahrhunderts setzte in Wernigerode neben dem Tourismus die industrielle Entwicklung (u. a. Maschinen- und Werkzeugbau, Elektromotoren, Pharmazeutische Produkte, Schokolade, Schreibwaren, Baustoffe) ein, die zu einem wesentlichen Aufschwung der Stadt als Tourismuszentrum und Wirtschaftsstandort f�hrten.