Die erste urkundliche Erwähnung eines Grafen von Ballenstedt erfolgt
mit Graf Esico um das Jahr 1030. Er gründet um 1043 ein Kollegialstift,
vermutlich neben der Stammburg derer von Ballenstedt auf dem heutigen
Schloßberg.
Im Jahr 1046 wird das Stift im Beisein Heinrichs III geweiht. 80 Jahre
später, um 1123, veranlassen Graf Otto der Reiche und sein Sohn
Albrecht der Bär die Umwandlung des Stiftes in ein Benediktinerkloster.
Das Kloster dient als Grablege des askanischen Fürstenhauses. Im 14./
15.Jahrhundert erfolgt der Niedergang des Hauses durch Erbfehden und
Landteilungen, damit einher geht auch eine nachlassende Bedeutung des
Klosters.

Ende des 15.Jahrhundert veranlaßt Fürst Georg III die Reformierung undNeugründung. 1525, während des 30-jährigen Krieges wird die Anlage vonBallenstedter Bürgern gestürmt. Später wird das Kloster von FürstWolfgang von Anhalt säkularisiert.
Vom 16.-18.Jahrhundert wird die Besitzung als Witwen und Sommersitz derFamilie genutzt. Der Hauptanteil des Umbaus zur barocken Schloßanlagefindet in der ersten Hälfte des 18.Jahrhunderts statt. Ab 1765 ist hierdie ständige Residenz der Fürsten von Anhalt Berneburg welche sich ab1805 Herzöge nennen dürfen. Als letzter großer Teil wird 1810 derNordostflügel vollendet. Nachdem die Familie 1918 abdanken muß, wirddas Schloß als Privatwohnsitz benutzt. Zwischen der Enteignung 1945 undder Gründung einer Ingenieursschule 1949, wird die Anlage alssowjetisches Militärlazarett genutzt.
Seit 1990 hat die Stadt Ballenstedt das Objekt übernommen und führtseitdem umfangreiche Restaurierungs- und Umbaumaßnahmen durch, Ziel istes eine Stätte für Kultur und Bildung zu schaffen. Auf dem Geländefindet sich das älteste noch bespielbare Theater in Sachsen Anhalt. ImSchloßpark wurde ein Modell der Burg Anhalt aufgebaut, dessenBesichtigung sehr lohnenswert ist.


Zu besichtigen sind die neurenovierte Schloßkirche mit dem GrabmalAlbrechts des Bären, die Krypta und der begehbare Turm, des weitereneinige Räume des 19.Jahrhundert. Im Schloß finden Ausstellungen statt.
Für alle Führungen sind Anmeldungen erforderlich unter (03 94 83) 8 25 56.
Öffnungszeiten:
Di - So 10 - 16 Uhr
Eintrittspreise:
Ab 10 PersonenPreis pro Person: 3,50 € / erm. 2,50 €
http://www.burgen.de