Frank Wollweber, 08.08.2003
Wanderungen im Bodetal waren zu Goethes Zeiten sehr
beschwerlich und höchst abenteuerlich, da das Gebiet noch nicht
"reisefähig" war. Goethe selbst bezeichnete den Harz als ein Gebirge
mit "grausigen Felsmassen und fürchterlichen Schlünden". Anlässlich des
200. Geburtstag von Johann Wolfgang von Goethe, der 1783, 1784 und 1805
im Bodetal weilte, erhielt der "Siebenbrüderfelsen" am 28. August 1949
auch die Bezeichnung "Goethefelsen".
Der ursprüngliche Name "Siebenbrüderfelsen" entstammt einerSage, nach der sieben Räuberbrüder um eine Jungfrau freiten. Sie allehatten einen schlechten Ruf und wurden abgewiesen. Aus Rache verfolgtensie das Mädchen, um ihr Gewalt anzutun. Plötzlich verfinsterte sich derHimmel, Donner grollte und Blitze zuckten. Die Räuber warenverschwunden, doch erheben sich seither sieben Felsengebilde aus demzerklüfteten Gestein - die sieben Brüder.