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Flüchtlinge zetteln erneut Tumulte an

Halberstadt/Quedlinburg l Im Corona-Quarantänelager der Zast in Quedlinburg ist es am Mittwochmittag bei der Essenausgabe zu Tumulten gekommen. Die Sprecherin des Landesverwaltungsamtes, Denise Vopel, bestätigte am Abend auf Anfrage entsprechende der Volksstimme vorliegende Informationen. Demnach hätten einige der 40 Bewohner ihre Suppe zu Boden geworfen, protestiert und obendrein vorsätzlich Feueralarm ausgelöst.

Letzteres bestätigte am Abend ein Sprecher der Leitstelle. Der ausgelöste Feueralarm habe einen Einsatz mit polizeilicher Begleitung nach sich gezogen.

Damit wiederholten sich in Quedlinburg Szenen, die zuvor am Samstag in der Zast in Halberstadt in Tumulte gemündet waren und später die Polizei mit einem Großaufgebot vor Ort gerufen hatten. Die Beamten griffen aber nicht ein, blieben vor der Zast in Bereitschaft.

In der früheren Gartenbaufachschule in Quedlinburg sind aktuell Zast-Bewohner untergebracht, bei denen eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen ist. Sowohl die Außenstelle in Quedlinburg als auch die Zast selbst, wo aktuell gut 800 Personen untergebracht sind, stehen seit dem Auftreten von Covid-19-Infektionen in der Anlage unter Quarantäne.

Verwaltungsamts-Sprecherin Denise Vopel verurteilte die Tumulte – sowohl die am vergangenen Samstag als auch die neuerlichen am Mittwoch: „Nahrungsmittel auf den Boden zu werfen, um sein Missfallen über die Qualität der Essensversorgung zum Ausdruck zu bringen, ist kein schönes Signal an die Öffentlichkeit und an unsere Mitarbeiter, die in der Zast tagtäglich die Bewohner versorgen. Das verurteilen wir und wir können diese Geste auch nicht verstehen.“

Bereits am Samstag hatten Zast-Bewohner Speisen auf den Boden gestellt oder geworfen. Schätzungsweise 20 Bewohner warfen anschließend mehrfach Quarantäne-Trennzäune innerhalb der Zast um und attackierten Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes. Das belegen Videoaufnahmen.

Denise Vopel hat am Mittwoch noch einmal klargestellt, dass die Versorgung der Zast-Bewohner von einem externen Anbieter erbracht werde. Morgens und am Abend würden Verpflegungsbeutel ausgegeben, mittags warmes Essen in einer Assiette. Der ihrerseits zuweilen genutzte Begriff von einem Cateringdienst sei in dieser Hinsicht womöglich etwas irreführend. „Wir reden hier keineswegs, wie von einigen unterstellt oder interpretiert, von einem Fünf-Gänge-Menü, sondern entsprechend der Vorgaben des Asylbewerberleistungsgesetzes von ganz normalem Kantinenessen.“ Das sei aber den Bedürfnissen der Zast-Bewohner angepasst und werde grundsätzlich ohne Schweinefleisch zubereitet.

Klar sei dabei natürlich, dass man bei der Versorgung von gut 800 Menschen unterschiedlichster Nationalitäten nicht jeden Geschmack treffen könne. Deshalb könnten die Bewohner in der Regel extern individuell zukaufen und selbst kochen. Dies sei aktuell wegen der Quarantäne und gesperrter Küchenbereiche nicht möglich. Deshalb habe man jetzt einen Bestelldienst organisiert, über den die Bewohner Waren – beispielsweise auch Windeln, Schokolade für die Kinder oder Tabak – zukaufen könnten. Das gelte auch für Handy-Karten, die erworben werden könnten.

Denise Vopel sieht sich seit dem vergangenen Wochenende und in diesem Zusammenhang gemachten Formulierungen nunmehr einem Shitstorm (Anfeindungen) ausgesetzt. Ein selbst ernannter „Patriot für freie Meinungsäußerung und gegen links-grüne Mainstream-Medien“ macht auf Twitter gegen die Behördensprecherin Front und behauptet unter anderem, dass das Land Prepaid-Cards kostenlos verteile. „Absolut falsch – wir bieten diese in der Zast zum Kauf an“, kontert Vopel.

Sie persönlich sieht sich nun mit Anfeindungen konfrontiert, da jener „Patriot“ neben seinen Behauptungen zugleich Vopels Dienstadresse und Telefonnummer im Netz publik gemacht hat. „Ich stelle mich gern dem Gedankenaustausch und der fairen Diskussion, verbitte mir aber jede Beschimpfung.“ Aufgrund der aktuellen Entwicklung sei behördenseitig das Landeskriminalamt eingeschaltet worden.

Die Situation in der Zast sowie deren Außenstellen könnte sich in den nächsten Tagen erneut zuspitzen. Nach Informationen der Volksstimme wird die bestehende Quarantäne punktuell über den 10. April hinaus bis teilweise zum 21. April verlängert.

Das Gesundheitsamt hatte nach Bekanntwerden einer ersten Corona-Infektion die Zast am 27. März unter Quarantäne gestellt, sie abgeriegelt und innerhalb der Zast fünf voneinander separierte Bereiche gebildet. Anschließend begann schrittweise der Test aller Bewohner auf eine Covid-19-Infektion. Dabei wurden bis zum Mittwoch, 8. April, insgesamt 40 Infizierte gefunden, die anschließend nach Quedlinburg verlegt wurden.

Nunmehr soll die Quarantäne in der Zast bereichsweise aufgehoben werden. Bis zum Mittwoch liefen die Pläne auf eine Aufhebung beginnend mit Haus C zum 10. April, 24 Uhr, hinaus. Allerdings kippten neue Positivtestungen auf eine Covid-19-Infektion in Haus C diese Pläne. Wie Manuel Slawig, Sprecher der Kreisverwaltung, am Donnerstagmorgen mitteilte, seien am Mittwoch die Positiv-Befunde bei vier Bewohnern von Haus C bekannt geworden. Daher habe man die Quarantäne für die Bewohner dieses Gebäudes vom 10. bis zum 20. April verlängern müssen.

 

Nach Information der Volksstimme soll die Quarantäne für die anderen internen Zast-Bereiche voraussichtlich nach diesem Zeitplan, jeweils um 24 Uhr, aufgehoben werden: Haus A zum 15. April, Haus B zum 17. April, die Winterbauten und der Bereich G 2 zum 21. April. Für zwei extern in Halberstadt genutzte Liegenschaften soll die Quarantäne am 19. April enden. Allerdings, so Slawig am Donnerstag, stehe dieser Zeitplan immer unter dem Vorbehalt, dass unter den Bewohnern der jeweiligen Häuser keine neuerlichen Corona-Infektionen auftreten.

Anders die Situation im externen Zast-Bereich für die Covid-19-Infizierten in Quedlinburg. Dort soll über die Entlassung mit Blick auf den Gesundheitszustand oder Krankheitsverlauf jeweils im Einzelfall entschieden werden.

 Fl?chtlinge zetteln erneut Tumulte an
Strenge Regeln auf Wernigerodes Friedhöfen

Wernigerode l Am schwersten fällt der Verzicht auf Umarmungen. „Physische Nähe ist ein zentraler Bestandteil im Trauerprozess für viele Angehörige bei Beisetzungen“, sagt Ralf Bier. Der Wernigeröder Bestattermeister und Diakon ist dennoch überzeugt: „Ein würdervoller Abschied von einem geliebten Menschen ist immer noch möglich – trotz der Restriktionen zur Eindämmung der Corona-Pandemie.“

Um das Infektionsrisiko zu minimieren, sollten Trauerfeiern auf den städtischen Friedhöfen in Wernigerode und seinen Ortsteilen auf den engsten Familien- und Freundeskreis begrenzt werden. „Maximal zehn Personen“, erläutert Rathaus-Sprecherin Winnie Zagrodnik auf Volksstimme-Anfrage. „Das heißt für uns: Wir müssen im Gespräch mit den Angehörigen herausfinden, wer dazu gehört“, sagt Bier, seit einem Jahr Co-Geschäftsführer des Bestattungsunternehmens Voß und Bier.

Weiter gilt: Trauerhallen bleiben bis auf Widerruf geschlossen. Sofern sie bereits angemietet wurden und nicht genutzt werden können, erhebt die Stadt keine Gebühren. Särge oder Urnen dürfen für kurze Feierlichkeiten ledigich vor den Trauerhallen im Freien oder direkt an der Begräbnisstätte aufgebahrt werden. An diesen Orten „werden deshalb mobile Bänke gestellt“, verspricht Zagrodnik.

„Auf Beileidsbekundungen durch Händeschütteln soll verzichtet werden und die Trauergäste sollen einen Mindestabstand zueinander wahren“, heißt es weiter. Zudem hätten Bestatter „dafür Sorge zu tragen, dass ausreichend Desinfektionsmittel bei der Abschiednahme und den Beerdigungen zur Verfügung stehen“.

Bislang hätten alle von ihm betreuten Trauernden sehr verständnisvoll auf diese „besondere Situation und die damit verbundenen Einschränkungen“ reagiert, berichtet Ralf Bier. „Zwar sind ein Blumenmeer und ein großer Abschied mit vielen Gästen zurzeit nicht denkbar, aber das ist nicht entscheidend.“ Viel mehr komme es auf Trost für die Menschen an, die einen ihrer Lieben verloren haben.

„Das ist auch im kleineren Rahmen möglich. Wir können am Grab Musik spielen. Eine Film-Aufzeichnung der Bestattung für die, die nicht dabei sein konnten, ist ebenfalls denkar“, erläutert der Seelsorger. Für ihn zähle zudem, in der Grabrede den richtigen Ton zu treffen. Statt vieler Kränze könnten genauso Pflanzschalen und ein Windlicht für ein feierliches Ambiente sorgen.

Ebenfalls wichtig für die Bestatter: Die eigenen Mitarbeiter nicht zu gefährden. Deshab haben Voß und Bier ihre sechs Mitarbieter in drei strikt voneinander getrennte Zweierteams aufgeteilt. Sinn der Aktion: Wenn eine Gruppe wegen des Virus' ausfällt, können die anderen weiterarbeiten. „Außerdem versuchen wir, den direkten Kontakt in Trauergesprächen so gut es geht zu meiden – besonders bei älteren Menschen, die zur Risikogruppe gehören“, ergänzt Ralf Bier. Mit strengen Hygienestandards seien die Bestatter beim Umgang mit Leichnamen ohnehin vertraut.

Um allen Trauernden einen würdigen Abschluss zu ermöglichen, laufen außerdem bereits die Planungen für die Zeit nach der Corona-Krise. „Wir wollen eine Gedenkfeier für die Verstorbenen organisieren – die neue Kirchengemeinde Wernigerode für die christlichen, ich für die weltlichen Bestattungen“, erläutert Ralf Bier. Eine Variante sei etwa, die Gebete zum Volkstrauertag für alle Verstorbenen des Jahres im Kalender nach vorn zu verlegen, sobald dies möglich ist.

Gleichzeitig würde er versuchen, für jede Familie eine indiviuelle Lösung zur Bewältigung des Verlusts zu finden. „In der vergangenen Woche wurde aus einer sehr groß geplanten Trauerfeier eine kleine – ohne Kirche, direkt am Grab“, nennt Ralf Bier ein Beispiel. „Die Tochter des Verstorbenen sagte danach zu mir: ‚So hätte es sich mein Vater in Anbetracht der Umstände gewünscht.‘“

 Strenge Regeln auf Wernigerodes Friedh?fen
Ostergeschäft in Elbingerode ist futsch

Elbingerode l Die Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie treffen den neuen Betreiber des Elbingeröder Campingplatzes hart. „Für das Osterfest und zu den Walpurgisfeiern hatte ich viele Anmeldungen, sodass kein Stellplatz mehr frei war. Nun hat sich dies alles erledigt und ich habe keine Einnahmen. Die Kredite laufen aber weiter“, drückt Inhaber Dennis Spormann seine Enttäuschung aus.

Seit dem 19. März habe er keine Gäste mehr gehabt. Seine ersten beiden Betriebsmonate Januar und Februar liefen wegen den wohl wenig winterlichen Bedingungen ebenfalls mehr schlecht als recht. Für den Neueinsteiger keineswegs ein guter Start.

Zwar stehen derzeit etliche Wohnwagen der 17 Dauercamper auf dem Platz, aber selbst die dürfen diese nicht benutzen. Die freie Zeit nutzt Spormann für Reparaturen und Verschönerungsarbeiten. Der geplante Ausbau einer Ferienwohnung ist dagegen zur Zeit gestoppt.

Unterstützung aus dem Nothilfeprogramm hat er beantragt. Nun heißt es für ihn, die Hoffnung nicht aufzugeben und auf bessere Zeiten zu warten.

 Ostergesch?ft in Elbingerode ist futsch
Wernigerodes Schwimmhalle wird saniert

Wernigerode (vs) l In der Schwimmhalle Wernigerode sind Bauarbeiter angerückt. Die Stadtverwaltung plant, die Sanierung des Hallenbades in der Weinbergstraße bis Mitte September abzuschließen. Seit 20. März liefen Bauvorbereitungen und Gutachten, informiert Rathaus-Sprecherin Winnie Zagrodnik.

Während der Bestandsaufnahme wurden neben der Bausubstanz die Haustechnik – Lüftungskanäle, Elektroleitungen und Ähnliches – überprüft. Diese Inspektionen seien inzwischen abgeschlossen und die Bauarbeiten hätten begonnen. „Für die Haustechnik laufen derzeit die Planungen. Die Ausschreibungsunterlagen werden erstellt“, heißt es in der Mitteilung der Stadtverwaltung.

Im Saunabereich konnten bereits Elektrik und Sanitäranlagen erneuert werden. Alle Fußböden wurden saniert und Fliesen neu verlegt. In den Duschen seien großteils neue Wandfliesen angebracht worden. Dort seien inzwischen Maler am Werk.

In der Schwimmhalle werden im Foyer, im Sanitäts- und Schwimmmeisterraum sowie über dem Nichtschwimmerbecken die Unterdecken erneuert. Dazu würden die schweren Unterdecken aus Spanplatten und Akustikputz zurückgebaut. Sie sollen laut Stadtverwaltung durch leichtere Rasterdecken ersetzt werden.

 Wernigerodes Schwimmhalle wird saniert
Mehr Fälle von Kindesmissbrauch im Harz

Goslar (vs) l Ihre Kriminalstatistik für 2019 hat die Polizeiinspektion Goslar mit den Kommissariaten Bad Harzburg, Oberharz und Seesen vorgelegt. Demnach sind im Berichtszeitraum insgesamt 8794 Straftaten registriert worden. Die Aufklärungsquote liegt für den Landkreis bei 62,96 Prozent.

Um neun Fälle auf sieben zurückgegangen ist die Zahl der Delikte gegen das Leben. Dabei handelt es sich im Einzelnen um drei versuchte Morde, einen versuchten Totschlag und drei fahrlässige Tötungen.

Bei den Sexualstraftaten wurden steigende Zahlen im Bereich Missbrauch von Kindern (35 bekanntgewordene Fälle in 2019, bei nur 18 im Vorjahr) und der Verbreitung pornografischer Schriften (41 bekanntgewordene Fälle in 2019, bei nur 16 2018), rückläufige bei Vergewaltigung, sexuellen Übergriffen und Belästigungen verzeichnet. In der Gesamtsumme stiegen die Fallzahlen in diesem Bereich von 122 auf 139.

Die Kinder- und Jugendkriminalität ist im Allgemeinen unauffällig. Allerdings sind Steigerungen bei Sachbeschädigungen und Beleidigung sowie bei gefährlicher und einfacher Körperverletzung zu verzeichnen. Insgesamt 588 Taten wurden hier festgestellt (+110 Fälle = +23,01 Prozent).

Bei den Rohheitsdelikten blieb die Zahl der Körperverletzungen mit 1055 Fällen nach 1017 im Vorjahr auf ähnlichem Niveau. Insgesamt stieg die Anzahl der Körperverletzungen und Straftaten gegen die persönliche Freiheit von 1467 auf 1503 um 2,45 Prozent an. In nur 2,86 Prozent der Rohheitsdelikte wurde eine Stichwaffe geführt. Die Aufklärungsquote in diesem Bereich blieb mit 91,22 Prozent (bei 91,34 Prozent des Vorjahres) unverändert hoch.

Bei Gewalt gegen Polizeibeamte sind die Zahlen im Landkreis Goslar mit 127 Fällen (früherer Anstieg 2015 mit 128 bis 2018 mit 157 Delikten) gegen den Landestrend rückläufig.

Seit Jahren ist ein Anstieg bei häuslicher Gewalt zu registrieren, 2019 wurden 385 Fälle bekannt, was letztlich durch ein verändertes Anzeigeverhalten infolge Aufklärungsarbeit durch ein funktionierendes Netzwerk zu erklären sei. Auch die Zahl der männlichen Opfer stieg laut Statitik um 43,04 Prozent auf 113 (79 im Vorjahr) an, während auch 238 Frauen und 54 Kinder und Jugendliche auf diese Art geschädigt wurden.

Bei den Wohnungseinbrüchen ist erstmals die Anzahl erfolgloser Versuche höher als die Anzahl vollendeter Taten (von 208 auf 143 =-31,25 Prozent). Hier liegt die Aufklärungsquote laut Polizeiinspektion vier Prozent über dem Landesdurchschnitt (24 Prozent).

Die Fallzahlen im Bereich Kfz-Diebstahl liegen bei 37 (27 in 2018). Zudem gab es 333 Diebstähle an und aus Kraftfahrzeugen (281 in 2018).

Bei den Vermögens- und Fälschungsdelikten sind 1812 Fälle registriert worden (2050 in 2018), von denen allerdings 1277 aufgeklärt werden konnten.

In punkto Straftaten zum Nachtteil älterer Menschen hingegen war ein Anstieg zu verzeichnen. Der „Enkeltrick“ gelang im Jahr 2019 zweimal bei 16 bekanntgewordenen Versuchen. Bei der Variante „falsche Polizeibeamte“ hingegen wurden 13 Taten vollendet (76 Versuche). Allein in den letzten beiden Jahren entstand dabei ein Schaden in Höhe von 120.000 Euro.

Durch den erhöhten Kontrolldruck auf dem Sektor der Betäubungsmittelkriminalität stiegen die Fallzahlen auf 602 (428 im Vorjahr).

Der Anteil der Tatverdächtigen an den Bewohnern des Landkreises betrug 2,97 Prozent. Es handelt sich dabei um 4071 Personen, davon 3027 männlich und 1044 weiblich, von denen bei Tatbegehung 396 Männer und 48 Frauen unter Alkoholeinfluss standen.

 Mehr F?lle von Kindesmissbrauch im Harz
Drei Scheunen in Hasselfelde abgebrannt

Hasselfelde/Oberharz am Brocken (kl/dpa) l Drei Scheunen sind in Hasselfelde (Landkreis Harz) auf der südöstlichen Verlängerung der Teichstraße in der Nacht zu Mittwoch abgebrannt.

Gegen 3.50 Uhr wurde die Leitstelle Halberstadt über den Brand informiert. "Es wurde als Mittelbrand gemeldet, ich habe es dann als Großbrand nachgemeldet", informiert Dirk Rieche, Stadtwehrleiter der Stadt Oberharz am Brocken. Denn als die Kameraden anrückten, brannten die drei Scheunen bereits lichterloh. Damit das Feuer nicht auf die nahegelegenen weiteren Scheunen übergreifen konnte, waren die Feuerwehren aus Hasselfelde, Stiege, Trautenstein, Benneckenstein, Tanne, Elend, Neuwerk, Rübeland und Elbingerode im Einsatz. "Insgesamt waren es 128 Kameraden", berichtet Dirk Rieche.

Da die drei Scheunen räumlich voneinander getrennt waren, gehe man von Brandstiftung aus, sagte ein Sprecher der Polizei am Mittwoch.

Den Sachschaden schätzte die Polizei auf 70.000 Euro. In den Gebäuden untergebrachte Traktoren, Anhänger und Kleingeräte seien durch den Brand zerstört worden. Man rechne deshalb damit, dass sich der Gesamtschaden als weitaus höher herausstellen werde, sagte der Polizeisprecher.

Die Restlöscharbeiten dauerten noch bis 10 Uhr an.

 Drei Scheunen in Hasselfelde abgebrannt
Schwangere und Alte ziehen aus der Zast

Halberstadt (sr) l Seit rund eineinhalb Wochen steht die Zentralen Anlaufstelle für Asylsuchende (Zast) in Halberstadt unter Quarantäne. Mehrere der rund 850 Bewohner sind zuvor positiv auf das Corona-Virus getestet worden.

Um besonders gefährdete Personen aus der Einrichtung vor einer Ansteckung zu schützen, sind 50 Bewohner am Montag dezentral – also in Unterkünften außerhalb des Zast-Geländes – untergebracht worden, informiert eine Sprecherin des Landesverwaltungsamtes. „Dabei handelt es sich um Ältere, Menschen mit Vorerkrankungen sowie Schwangere und deren Angehörige.“ Der Umzug sei auf freiwilliger Basis geschehen. Jede der Personen sei auf das neuartige Virus getestet worden.

18 weitere Personen wurden am Dienstag (7. April) nach Quedlinburg gebracht. Dort ist ein Gebäude vorsorglich zur Quarantäneunterkunft umgerüstet worden. „Bei den Personen handelt es sich um 13 positiv Getestete sowie fünf Angehörige“, erläutert die Sprecherin des Landesverwaltungsamtes. Damit seien nun insgesamt 42 mit Corona infizierte Geflüchtete in der Quedlinburger Unterkunft untergebracht.

Die Atmosphäre in der Zast in Halberstadt sei aktuell „ruhig und entspannt“, nachdem es am Wochenende zu Tumulten und Randale auf dem Gelände kam. Die Bewohner kritisierten ihre Lebensbedingungen unter Quarantäne.

Mittlerweile, so sagt die Sprecherin des Landesverwaltungsamtes, habe sich die Stimmung beruhigt. Rund um die Uhr seien die Mitarbeiter – mehrsprachig – mit den Bewohnern im Dialog. „Wir bemühen uns um eine angemessene und realisierbare Situation.“

Die am Wochenende geäußerte Kritik weist die Sprecherin zurück. Wie sie versichert, seien ausreichend Hygieneartikel vorhanden und hygienische Standards erfüllt. „Auch Essen ist ausreichend vorhanden“, betont sie. „Aber bei mehr als 800 Personen kann natürlich nicht auf jeden Geschmack und jede nationale Eigenheit eingegangen werden.“ Die Versorgung sei mit Kantinen-Essen in Schulen oder Kindertagesstätten vergleichbar. Zudem werde auf Schweinefleisch verzichtet.

 Schwangere und Alte ziehen aus der Zast
Rübeland hofft auf Tempo 30

Rübeland l Die Szene könnte aus einem Actionfilm stammen: Ein Autofahrer wartet auf der Straße, um links abzubiegen. Von hinten schießt ein Fahrzeug heran und überholt in rasantem Tempo. Abgespielt hat sich dies am helllichten Tage vor der Kindertagesstätte in Rübeland, berichtet Mary Fehsecke. Deshalb hat die Mutter, deren Kind die Einrichtung besucht, gemeinsam mit anderen Eltern eine Unterschriftensammlung gestartet, um vor der Kita die Geschwindigkeit der Autos auf 30 Kilometer pro Stunde zu begrenzen. 110 Mütter, Väter und andere Familienangehörige von Kindern aus der Tagesstätte haben unterzeichnet, um der Forderung Nachdruck zu verleihen.

Das Problem: Die Blankenburger Straße, die an dieser Stelle schnurgeradeaus führt, verleite viele zum Rasen, so Mary Fehsecke. Viele seien dem Augenschein nach schneller als mit Tempo 50 unterwegs. „Das ist wie eine kleine Rennstrecke.“ Etliche Fahrer nutzen die Möglichkeit, Lkw zu überholen – und die Brummifahrer selbst seien oft ebenfalls zu schnell, beobachtet sie. Die Konsequenz: „Immer häufiger hatten Eltern beim Abholen Beinahe-Unfälle“, so die Mutter. Das sei gefährlich, zumal einige, wie sie selbst auch, ihre Kinder nicht mit dem Auto, sondern zu Fuß abholen und dazu die Bundesstraße entlanggehen.

Das sieht Ortsbürgermeister Dietmar Wiekert (BIOH) genauso. Seine Beobachtungen decken sich mit denen der Eltern. „Die Lkw mit 40 Tonnen Gewicht donnern mit 70 bis 80 Kilometern pro Stunde durch den Ort“ – er sei selbst hinter einigen Fahrzeugen hergefahren, um das zu überprüfen. Die Ortsräte sähen es am liebsten, wenn die Geschwindigkeit an der gesamten Ortsdurchfahrt gedrosselt würde – „von der Feuerwehr bis zum Schwimmbad“, so Wiekert. Denn auch Urlauber, Badegäste, darunter viele Kinder auf Fahrrädern, und andere Passanten würden durch Raser gefährdet. Denkbar sei aber, das Tempolimit auf die Zeit bis zum frühen Abend zu beschränken.

Das Thema beschäftigt die Rübeländer seit langem: Der Ortschaftsrat habe schon vor Jahren einen Beschluss für das Tempolimit gefasst, so Wiekert. Gescheitert ist es bisher am Votum der Kreisverwaltung – weil der Kindergarten keinen direkten Zugang zur Bundesstraße hat, erklärt Roland Krebs, Leiter des städtischen Ordnungsamtes. Vor dem Gebäude befindet sich ein Parkplatz, den Eltern nutzen können. Daher berief sich der Harzkreis auf eine entsprechende Richtlinie des Landesverwaltungsamtes. „Damit waren wir nicht einverstanden“, betont Krebs.

Den neuen Antrag auf Tempo 30 im Umkreis der Kita habe die Stadtverwaltung, mitsamt den Unterschriften der Eltern, an die Kreisverwaltung weitergeleitet. „Viel Hoffnung ist uns nicht gemacht worden“, sagt Roland Krebs. Ebenso sei der weitergehende Antrag des Ortschaftsrates für Tempo 30 in der gesamten Ortslage nach Halberstadt geschickt worden.

Dort liegen beide Anträge vor, heißt es auf Volksstimme-Anfrage aus dem Straßenverkehrsamt. Die Variante „Tempolimit an der Kita“ werde derzeit geprüft. Dazu werde unter anderem die Stadt Oberharz am Brocken um eine schriftliche Stellungnahme gebeten. Voraussichtlich in zehn Tagen sei mit einer Entscheidung zu rechnen, heißt es weiter.

Geprüft werde auch der Antrag für die gesamte Ortsmitte. Dafür sollen laut Kreisverwaltung mehrere Behörden, unter anderem die Stadtverwaltung, Polizei und die Landesstraßenbaubehörde, beteiligt werden. „Wann es hier zu einer Entscheidung kommt, lässt sich noch nicht abschätzen“, heißt es aus dem Straßenverkehrsamt. Dazu sei eine Ortsbegehung vorgesehen, die voraussichtlich in vier Wochen stattfinden könne, sagt Ortsbürgermeister Wiekert. Thema soll auch die Situation an der Kreuzung am Bahnübergang sein. Dort fehlt nach Auffassung der Ortschaftsräte ein Fußgängerüberweg, der Besucher der Hermannshöhle sicher über die Bundesstraße leitet.

Derweil werde im Ordnungsamt über Alternativen nachgedacht, für den Fall, dass das Tempolimit nicht genehmigt wird. Denkbar seien zum einen Warnschilder oder Piktogramme auf der Straße, die auf die Kita hinweisen, sagt Roland Krebs. Diese fehlen bisher, sagt auch Mary Fehsecke – deshalb sei ortsfremden Fahrern vermutlich nicht klar, an was für einem Gebäude sie vorbeirasen.

Die Polizei habe aber schon regelmäßig an der Kita die Geschwindigkeit kontrolliert. Geplant ist zudem die Anschaffung einer Tempomesstafel. Diese soll im April oder spätestens Mai nahe der Tagesstätte montiert werde, sagt Roland Krebs. Die Tafel erfülle einen doppelten Nutzen. Zum einen messe sie die Geschwindigkeit vorbeifahrender Fahrzeuge. „Damit haben wir verlässlichere Daten, wie oft und wie viel dort zu schnell gefahren wird“, sagt der Ordnungsamtsleiter.

Zum anderen wirke das Schild möglicherweise disziplinierend auf die Autofahrer. Das sieht Dietmar Wiekert ebenso. „Ich hoffe, das wird eine moralische Wirkung haben“, so der Ortsbürgermeister.

 R?beland hofft auf Tempo 30
Harzer Näher machen Not zur Tugend

Halberstadt/Wernigerode l „Ein Cent-Produkt ist plötzlich Gold wert.“ Mit diesem Satz hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU)  beschrieben, wie wertvoll in der Corona-Krise  Schutzmasken geworden sind. Die Lieferanten können die vielen Anfragen nicht erfüllen, seit Wochen steht bei vielen Harzer Apotheken im Schaufenster das Schild „Schutzmasken ausverkauft“.

Um diesen Mangel zu kompensieren, rüsten immer mehr Unternehmen um, um hangenähte Mund-Nase-Masken herzustellen, auch im Harz. Die Volksstimme hat drei in Wernigerode und Halberstadt besucht:

Nicole Marchwinski muss gar nicht mehr fragen, warum Kunden sie anrufen. Und das tun viele. Ihr Handy steht selten still. Zurzeit gäbe es nur ein Thema. „Mundschutz. Für mehr interessiert sich momentan kaum jemand“, berichtet die Inhaberin der „verNÄHbar“, einem Stoffgeschäft in Halberstadt.

Sie trägt die Masken selbst zum Schutz, hat Freunde und Familie damit ausgestattet, welche an Edeka Bienek in Halberstadt gespendet. „Die Mitarbeiter dort haben jeden Kontakt zu vielen unterschiedlichen Menschen und sollten sich vor Viren schützen können.“

Aber, so betont die Selbstständige, ihre Masken sind „ein Hygieneschutz, kein Medizinprodukt“. Dennoch sind die farbenfrohen Bedeckungen für Mund und Nase sehr gefragt, besonders von Berufsgruppen, in denen Abstandhalten schwer möglich ist. Ergo- und Physiotherapiepraxen, Zahnärzte, Mitarbeiter aus Pflegeberufen und Privatleute hätten bereits angefragt. „So lange sie öffnen durften auch Kosmetiker“, so Nicole Marchwinski. Die meisten bestellen nicht nur für ihre Mitarbeiter, sondern auch für Patienten und Kunden. „Jeder bekommt am Eingang eine, nach der Behandlung wird sie gewaschen.“

60 Grad Celsius seien für das Material kein Problem. Die Masken bestehen aus Baumwollstoff und einer Moltoneinlage. „Die werden auch als Saugeinlage zum Beispiel in Windeln verwendet“, erläutert der Näh-Profi. Nicht nur die fertigen Masken sind gefragt, sondern auch alles, was man zur Herstellung benötigt. „Damit allein kann man einen Laden aber nicht halten“, sagt Nicole Marchwinski ernst.

Erst im Ausgust hat die 36-Jährige aus Badersleben das 130 Quadratmeter große Geschäft eröffnet. Sie habe sich gut etabliert und Stammkunden gewinnen können, vor allem dank ihrer Näh-Kurse und Wochenend-Workshops, berichtet Nicole Marchwinski. „Ich habe gehofft und erwartet, ab März, April Plus zu schreiben.“ Nun bangt die junge Frau um ihre Existenz. „Wir haben Umsatzeinbußen von gut 90 Prozent“, sagt sie.

Aufgeben sei jedoch keine Option. Um ihren Laden und die Arbeitsplätze für ihre beiden Angestellten zu sichern, wird sie kreativ. „Ich bin QVC und Amazon in einem“, erläutert sie lachend. Via Videokonferenz und Postings auf Facebook zeigt sie ihre neuen Angebote, bietet den Kunden einen Abholservice an. „Sie können mir ihre Einkaufsliste zusenden, ich packe alles zusammen und bringe es ihnen an Tür.“ Stoff to go. Alles unter Beachtung von Abstandregelungen. Hilfe beim Nähen gibt sie derzeit per Handy-Chat.

Sie sei froh, so etwas zu tun zu haben und nicht die gesamte Krise über untätig zu Hause sitzen zu müssen. Gleichzeitig befürchte sie, dass ihr der Tatendrang zum Verhängnis werden könnte. „Vielleicht bekomme ich keine Förderung, weil mein Umsatz ja nicht komplett fehlt“, sagt sie. „Aber zehn Prozent? Damit können wir uns nicht lange halten.“ Deshalb hoffe sie auf Lockerungen der strengen Corona-Regeln für ihre Branche.

„In Tschechien stehen die Menschen gerade Schlange vor Stoff- und Handarbeitsgechäften, die auf stattliche Anordnung geöffnet sein müssen.“ Grund dafür ist der Regierungsbeschluss, dass jeder zur Eindämmung des Coronavirus in der Öffentlichkeit eine Mund- und Nasenbedeckung tragen muss. Da diese aber auch in unserem Nachbarland Mangelware sind, ist Handarbeit gefragt.

So still ist es selten im Nordharzer Städtebundtheater in Halberstadt. Kein Stimmengewirr mehr von Schauspielern, die ihre Texte üben, keine einziges Instrument erklingt. Während der Corona-Krise müssen alle Vorstellungen und Proben ausfallen, Premieren werden verschoben. Das Haus ist verwaist – zumindest fast. Im Obergeschoss des Gebäudes wird gewerkelt, wie das Rattern der Nähmaschinen verrät. „Das Nordharzer Städtebundtheater zeigt sich solidarisch, und macht sich in der Krise nützlich“, berichtet Theater-Sprecher Daniel Theuring. Statt aufwendiger Kostüme für die große Bühne sind es aktuell schlichte, kleine Stücke, die die Frauen anfertigen. „Ab sofort werden Atemschutzmasken für unsere Alltagshelden, die sich nicht im Homeoffice vor dem Virus schützen können, sondern für uns alle noch öffentlich tätig sind, aus Baumwollstoff-Resten gefertigt“, erläutert Theuring. „Ein Symbol für Solidarität und Einigkeit in dieser schweren Zeit.“

Und ein gefragtes. Mehr als 1000 Vorbestellungen liegen laut Theater bereits vor. Abnehmer sind die Stadt Quedlinburg, die Gemeinde Huy, die NOSA in Halberstadt, das Dienstleistungs-Centum (DLC) in Wernigerode, die Harzsparkasse und der Edeka Bienek in Halberstadt.

Etwa 60 Masken können die Theater-Schneider am Tag fertigen. „Deshalb bitten wir, erst einmal von weiteren Bestellungen abzusehen“, so Theuring. „Sobald wir wieder Bestellungen annehmen können, werden wir das auf Facebook kommunizieren.“

Der Verkaufsschlager im Geschäft von Ina Kruschel sind momentan nicht etwa das Bastelzubehör, Stoffe oder Wolle, sondern der selbst genähte Mundschutz der Schwiegermutter. Ob gestreift, gepunktet, mit Flamingos oder mit Kakteen. In vielen Varianten liegen die Mundschutzmasken aus buntem Baumwollstoff auf ihrem Tisch.

Normalerweise näht die Schwiegermutter von Ina Kruschel Stoffbeutel, jetzt habe sie einfach angefangen den Mundschutz zu nähen. „Die Nachfrage nach Schutzmasken in den Märkten ist so groß, und zurzeit ist alles vergriffen. Das Selbernähen ist eine Möglichkeit, weiteren Personen Sicherheit zu geben, die sich schützen wollen“, so Kruschel.

Auch ihr ist bewusst, dass ein selbst gebastelter Mundschutz nicht unbedingt vor einer Infektion schütze. „Aber vielleicht lässt sich das so ein wenig eindämmen. Außerdem wissen viele Leute vielleicht gar nicht, dass sie infiziert sind.“ Tragen diese einen Mundschutz, könne man die Verbreitung des Virus eventuell weiter verhindern. Zwar könne ein Mundschutz der Marke Eigenbau mögliche Speicheltröpfchen abhalten, die das Coronavirus übertragen. Allerdings nur einen Teil. Und: Nach kurzer Zeit wird der Stoff durch die kondensierte Atemluft feucht und verliert seine Schutzwirkung so komplett.

Die Maske schützt also nicht unbedingt vor dem Virus, sondern höchstens davor andere Menschen mit dem Virus anzustecken. Außerdem sollte man ihn nach dem Gebrauch in der Waschmaschine bei 60 Grad waschen - kann ihn dann aber wieder benutzen.

 Harzer N?her machen Not zur Tugend
Bahnhofstoilette in Thale unter Beschuss

Thale (vs) l Am Montag (6. April) gegen 23.15 Uhr wurde durch einen Zeugen bekannt, dass zwei Heranwachsende in einer Toilette des Bahnhofsgebäudes in Thale eine Sachbeschädigung begangen haben. Ein 18-Jähriger aus Thale/Neinstedt und sein 17-jähriger Begleiter aus Quedlinburg konnten wenig später durch die Polizei in Tatortnähe gestellt werden.

Sie hatten demnach die Leuchtstoffröhren in der Toilette beschossen und damit zerstört. Die Softairwaffe konnte bei dem 18-Jährigen sichergestellt werden. Gegen ihn wird nun wegen Sachbeschädigung und Verstoß gegen das Waffengesetz ermittelt.

 Bahnhofstoilette in Thale unter Beschuss