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Aktuelle Nachrichten

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Kritik an Schierkes Arena-Dach

Wernigerode/Schierke l Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Das ist auch beim Dach der Schierker Feuerstein-Arena so. So habe die Architekten bereits Preise für die äußere Erscheinung der Arena mit ihrer geschwungenen Dachkons­truktion gewonnen. Die Zweckmäßigkeit der Überdachung wirft allerdings Fragen auf. Dachlawinen, Beulen in der Membran. Und jetzt ist es der unzureichende Sonnenschutz, der für Ärger und für Diskussionen zwischen der Verwaltung und Wernigerodes Stadträten sorgt.

So ist es in Saison 2018/19 vorgekommen, dass die Sonne die Eisschicht angetaut hat und die Arena stundenweise aus Sicherheitsgründen geschlossen werden musste. Das Dach sei „ansehenswert“, und die Arena eine Bereicherung für den Ort, so Roland Jung (Bund Schierker Bürger) im Schierke-Ausschuss. „Aber mir ist unverständlich, warum die Arena geschlossen werden musste, weil in der Mittagssonne das Eis getaut ist“, so der Schierker.

Christian Härtel (Linke) legte nach. „Die Dachform ist so, dass die tiefstehende Sonne die Eisfläche zu 100 Prozent bestrahlt.“ Das preisgekrönte Dach habe „null Wirkung“. Der Sonnenstand im Winter hätte bereits bei der Planung festgestellt werden können, so Härtel weiter. „Das Dach hat uns viele Millionen zusätzlich gekostet, und es garantiert uns keinen durchgängigen Winterbetrieb. Das ist ärgerlich.“

Das Problem sei bereits mit dem Abholzen der natürlichen Beschattung entstanden, hieß es von Sabine Wetzel (Bündnis 90 /Die Grünen). „Und jetzt haben wir wieder zusätzliche Kosten, weil wir versuchen müssen, die Sonne auszusperren.“

Die Kälteanlage wird in der Feuerstein-Arena mit dem Kühlmittel Glykol betrieben. „Damit können wir unter Volllast auf minus 10 Grad runterkühlen“, erläuterte Arenachef Andreas Meling. Wenn allerdings die Sonne auf das Eis scheint, werde die obere Schicht weich. Es gebe andere Anlagen, die mit Ammoniak arbeiten und minus 30 Grad schaffen würden. „Aber eine Ammoniakanlage wäre nicht genehmigt worden – wegen der Nähe zur Bode und zum Trinkwassereinzugsgebiet.“ Die Arena sei open air, und „wir haben nun mal mit Wind und Witterung zu kämpfen“. Es sei eine „bewusste Entscheidung“ gewesen, keine Halle zu bauen, so Meling an die Stadträte gewandt. Das Problem könne tatsächlich nur gelöst werden, „wenn wir die Sonneneinstrahlung in Griff bekommen“.

Oberbürgermeister Peter Gaffert (parteilos) hat einem möglichen Sonnenschutz jedoch schon mal eine Absage erteilt. Er halte nichts davon, „mit großem Aufwand etwas zu errichten, das wir nur drei Tage im Jahr brauchen“. 22 Grad im Februar gebe es nicht jedes Jahr. Und die Wintersaison sei insgesamt sehr gut gelaufen. „Wenn es mal fünf Tage nicht funktioniert, ist das nicht schön. Aber man kann auch nicht sagen, es ist alles Murks.“

Wie Gaffert informierte, stehen in Kürze mit den Planern Gespräche über verschiedene Bau- und Planungsmängel der Sportstätte an. „Das ist nur in unserem Interesse“, so der Oberbürgermeister. „Die Arena hat viel Geld gekostet und soll ja ein paar Jahre halten.“

Hintergrund: Die Stadt Wernigerode hat die Arena für neun Millionen Euro erbauen lassen. Die Freizeitstätte wird auch von der Stadt betrieben. Weil Ausgaben für den Betrieb die Einnahmen übersteigen, muss die Stadt finanziell zuschießen. Der jährliche Zuschuss wurde von den Stadträten per Beschluss auf 200.000 Euro begrenzt.

 Kritik an Schierkes Arena-Dach
In Blankenburgs Forsthaus gehtʼs los

Blankenburg l „Wir sind so froh, dass es endlich losgehen kann.“ In den Worten von Blankenburgs Bürgermeister Heiko Breithaupt (CDU) schwingt hörbar Erleichterung mit. Denn auch er hatte immer wieder bei Investor Sascha Kühnel nachgefragt, wann denn die Sanierungsarbeiten im sogenannten Forsthaus an der Ecke Herzog-/Westerhäuser Straße starten.

Vor fast genau einem Jahr hatten der Wernigeröder und sein Projektentwickler Gerhard Bleile ihr Vorhaben öffentlich vorgestellt. Damals waren sie davon ausgegangen, ihre Wohnanlage bereits im Herbst eröffnen zu können. Von diesen Plänen mussten sie sich allerdings überraschend verabschieden.

Nachdem sie die Bauanträge gestellt hatten, seien sie mit „unvorhergesehenen rechtliche Änderungen“ konfrontiert worden, wie es Bleile diplomatisch ausdrückte. Somit hätten sie die komplette Planung noch einmal überarbeiten müssen. Vor 14 Tagen dann die gute Nachricht: die Baugenehmigung wurde erteilt. „Damit sind nun die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen, um mit ersten vorbereitenden Arbeiten zu beginnen“, so Bleile. Aktuell werden vor allem alte Wand- und Deckenverkleidungen sowie Schutt und Gerümpel aus den Räumen entfernt. Um Baufreiheit zu schaffen, werde demnächst auch ein desolater Schuppen im Innenhof abgerissen.

Inhaltlich habe sich am Projekt nichts geändert, versichert Bleile. Vorgesehen ist, in die drei vorhandenen Flügel des historischen Gebäude-Ensembles (Baujahr um 1880) insgesamt 14 moderne Wohnungen zu integrieren. Geplant seien Ein- und Zwei-Raum-Wohnungen zwischen 32 und 68 Quadratmetern.

Um in die Räume im Obergeschoss zu gelangen, sollen zwei Aufzüge eingebaut werden. Die denkmalrechtlichen Genehmigungen dafür lägen vor. Eines der Herzstücke des Projektes ist eine Begegnungsstätte mit einer öffentlichen Caféteria in dem prägnanten Pavillon-Vorbau direkt an der Straßenecke von der Westerhäuser zur Herzogstraße.

Nach derzeitigem Fahrplan rechnen Sascha Kühnel und Gerhard Bleile mit dem offiziellen Baustart im April. Sie sind optimistisch, dass bereits im Frühjahr kommenden Jahres die ersten Bewohner einziehen können. „Wir haben einen langen Atem gebraucht. Aber es lohnt sich für das gemeinsame Ziel: Dem alten Forsthaus wieder zu neuem Leben zu verhelfen“, sind sich die Partner einig. Heiko Breithaupt freute sich, dass „hier Projektanten mit Herz und viel Liebe zum Detail dabei sind.“

 In Blankenburgs Forsthaus gehtʼs los
Wilde Tiere und harte Fakten

Blankenburg l Das Große Schloss ist selbst bei Schmuddelwetter ein Publikumsmagnet. Zur Saisoneröffnung am vergangenen Sonnabend konnten die Mitstreiter des Vereins „Rettung Schloss Blankenburg“ zahlreiche Gäste begrüßen - trotz Nieselregen und kräftigem Wind. Die ehrenamtlichen Schlossführer luden die Besucher zu fachkundigen Rundgängen durch das geschichtsträchtige Gemäuer ein und informierten über die bewegte Vergangenheit des größten erhaltenen Welfenschlosses und den Fortgang der Sanierungsarbeiten.

Vorstandsvize Göran Heßler verwies mit Stolz auf den Fortgang der Arbeiten am Verwalterhaus. Dort hatten in den vergangenen Wochen die Handwerker selbst bei stürmischem Wind die Arbeiten nicht ruhen lassen. Wie schon in den übrigen Flügeln des Schlosses, liegt das Hauptaugenmerk auf der Dachsanierung. Mit Hilfe von Fördergeld kann auch das Verwalterhaus nachhaltig mit Schiefer gedeckt werden.

Ein besonderer Anziehungspunkt war am Sonnabend die neue Ausstellung in den Galerieräumen des Schlosses. Dort sind unter dem Motto „Wild aufs Bild“ Tierfotografien zu sehen, die Gaby und Gerhard Hafenrichter aus Halberstadt bei ihren Reisen rund um die Welt aufgenommen haben. „Wir kommen zu jeder Ausstellung aufs Schloss“ sagte eine Besucherin, die sich mit ihrem Enkel Sascha die 50 Bilder anschaute. Den Fünftklässler begeisterten vor allem die Aufnahmen von einem Leguan und von einem Königsgeier.

Über guten Zulauf freuten sich am Sonnabend auch die Pfadfinder des Stammes St. Josef Blankenburg. Sie boten im Schloss letztmalig Kleidungsstücke und Schuhe aus dem Fundus einer ARD-Vorabendserie an, die über mehrere Jahre rund um Blankenburg gedreht worden war. Auf den Tischen und an den Garderobenständern fand sich nahezu alles, zum Teil noch mit Preisschild: „Wir haben hier Oberteile, Shirts, schöne Anzüge, ja sogar Unterhosen“, freute sich Andrea Rubrecht über das vielfältige Angebot, das ihnen die Filmfirma nach dem Einstellen der Serie überlassen hatte. Der Erlös der Verkaufsaktion kommt den Pfadfindern zugute. Aber nicht nur: „Wir haben schon 1000 Euro an den Schlossverein gespendet und auch gute Kleidungsstücke für bedürftige Bewohner des Cecilienstiftes in Halberstadt“, so Andrea Rubrecht.

 Wilde Tiere und harte Fakten
Flugverbot für Ampelhexen

Wernigerode l Wernigerode bekommt kein grünes Licht für eine Hexenampel. Das Landesverwaltungsamt hat ein für alle Mal Flugverbot für die Ampelhexen verhängt.

Das ist kein fauler Zauber und keine schwarze Magie. Die Behörde in Halle beruft sich nämlich auf die bundesweit geltende Straßenverkehrsordnung (StVO). In den Verwaltungsvorschriften für das Regelwerk ist festgelegt, dass Lichtzeichen für Fußgänger das „rote Sinnbild einen stehenden, das grüne einen schreitenden Fußgänger“ zeigen müssen.

Da es in letzter Zeit offenbar in etlichen Städten das Ansinnen gab, herkömmliche Ampelfiguren durch andere Symbole auszutauschen, hat sich im Januar sogar der Bund-Länder-Fachausschuss StVO damit beschäftigt. Die Regelung wurde aber nicht – wie von vielen Kommunen erhofft – weiter ausgelegt oder gar geändert. Nein, die Verkehrsexperten einigten sich auf die bereits geltende Regel. Deshalb könne für Wernigerode keine Ausnahme zugelassen werden, heißt es auf Volksstimme-Nachfrage von Gabriele Städter vom Landesverwaltungsamt.

Für die Hexenampeln in Wernigerode bedeutet das wohl das endgültige Aus. Die Idee kam von Andreas Vogt. Der Düsseldorfer fährt seit Jahren regelmäßig nach Wernigerode, um als Hexe verkleidet mit Gleichgesinnten Walpurgis zu feiern. Eine solche Ampel, beispielsweise an der Westerntorkreuzung, wäre eine tolle Werbung für die Stadt, so der Rheinländer.

Bereits vor einigen Jahren war Vogt mit seinem Vorschlag an die Stadtverwaltung herangetreten, erntete aber eine Absage, weil man im Rathaus durch die Hexenampel einen rechtswidrigen Eingriff in den Straßenverkehr befürchtete. Nachdem immer mehr Städte, darunter Erfurt, Mainz, Bremen, Worms, Friedberg, Trier und Duisburg, aufgepeppte Ampeln einweihten, wagte Vogt Ende 2018 einen erneuten Vorstoß. Und diesmal schien sich etwas zu bewegen. Nach reiflichen Überlegungen wurden mit der Stadtecke, der Westerntorkreuzung und vor der Feuerwehr gleich drei Standorte für die Hexenampel auserkoren und bei der Straßenverkehrsbehörde in Halberstadt beantragt. Die Kreisbehörde leitete das Anliegen zur Prüfung an das Landesverwaltungsamt weiter – mit bekanntem Ergebnis.

Die Neuigkeiten haben Wernigerodes Stadtverwalter allerdings noch gar nicht offiziell erreicht: „Wenn dem so ist, müssen wir das natürlich akzeptieren“, sagt Rathaussprecher Tobias Kascha. „Die Ampel war eine nette Idee, die wir unterstützt hätten, wenn sie genehmigungsfähig gewesen wäre.“ Nun gebe es Klarheit.

Ideengeber Andreas Vogt will sich mit der Entscheidung des Landesverwaltungsamtes nicht so schnell abfinden. „Das ist erstaunlich, da es andere Städte ja auch hinbekommen“, so die Reaktion des Düsseldorfers. „Hier möchten sich die Technokraten und Bedenkenträger durchsetzen.“ Er werde keine Ruhe geben, bis die Ampel eines Tages nach Wernigerode komme. Für Walpurgis wolle er sich nun etwas überlegen. „Vielleicht demonstrieren wir am 30. April vor der Westerntor-Apotheke für die Hexenampel.“

 Flugverbot f?r Ampelhexen
Einhellig pro Schloss-Umbau in Wernigerode

Wernigerode l Aus allen Fraktionen bekommt eine hohe Geldzuwendung für ein Bauprojekt die Zustimmung der Wenrigeröder Stadträte. „Selbst die Linken haben nichts zu meckern“, betont Thomas Schönfelder in der Sitzung des Kulturausschusses. Dieser befasste sich mit der Zuwendung von 560.000 Euro von der Stadt an die Stiftung Schloss Wernigerode über einen Zeitraum von 2020 bis 2024.

Mit der finanziellen Unterstützung soll dafür gesorgt werden, dass die Stiftung ihren Eigenanteil von 950.000 Euro sichern kann, um über ein Förderprogramm das Schlossmuseum weitgehend barrierefrei umzubauen. Die Baukosten belaufen sich laut Aussage von Dezernent Rüdiger Dorff auf rund 8,5 Millionen Euro, der Förderzuschuss betrage etwa 90 Prozent, also 7,5 Millionen Euro. Unterstützung habe auch, so Dorff weiter, die Kreisverwaltung zugesagt.

Geplant sind bei dem Schloss-Projekt der Einbau von zwei Fahrstühlen, die Sanierung und Umgestaltung des Bäckerhofes zur Behinderten-Parkfläche. Zudem würde die Sicherung der Stützmauern mit dem Umbau einhergehen. Für das best besuchte Museum in Sachsen-Anhalt, das deutschlandweit unter den Top Ten der Höhenburgen ist, sei es gut angelegtes Geld, hieß es übereinstimmend. Michael Wiecker (CDU) betonte: „Es ist die wichtigste Investition der Stadt in das Wertvollste, was Wernigerode hat.“

Kritik gab es dennoch: „Die Vorlage ist saumäßig“, sagte Martina Tschäpe (SPD). Der Text auf den eineinhalb Seiten strotze von Behördendeutsch und Paragrafen, was kein normaler Mensch versteht, haderte die Wernigeröderin. Sie empfahl, „eine übersetzte Zusammenfassung“, die eine Entscheidungsfindung optimieren würde. Rüdiger Dorff nahm die Beschwerde an und versicherte, sie an das entsprechende Fachamt im Rathaus weiterzuleiten.

 Einhellig pro Schloss-Umbau in Wernigerode
Ärger mit der Kurtaxe im Bodetal

Altenbrak/Treseburg l „Zweifellos ist die neue Kurtax-Regelung nicht sehr vorteilhaft für unsere Gäste“, sagt Egon Lüdtke. Der Treseburger erhielt gerade erneut das Vertrauen als Vorsitzender des Fremdenverkehrsvereins Bodetal.

Die Funktion bekleidet er seit 2004 und steht nun als Vorstand gemeinsam mit Marion Wilde aus Treseburg (Stellvertreterin) und Immo Feldmer aus Hasselfelde (Schatzmeister), beide ebenfalls wiedergewählt, erneut an der Spitze des Vereins mit gut 30 Mitgliedern aus Altenbrak und Treseburg. Andere Bewerbungen für die drei Vorstandsposten gab es nicht. Dafür etliche Kritiken an der Kurtaxe. Warum?

Die Stadt Thale hat erstmals ihre Kurtaxe geteilt. Von November bis März gelten zwei Euro pro Nacht und Gast, in der Hauptsaison April bis Oktober drei Euro. (In der Oberharzstadt zum Vergleich: 2,50 Euro generell für Gäste ab 16 Jahre).

Vorgenommen wurde die Thalenser Teilung, um Mehreinnahmen zu generieren, so die Begründung von Stadt und Stadtrat. Für die Urlauber in der Saison stelle diese Teilung jedoch faktisch eine Erhöhung für die Saison dar, kritisieren Vereinsmitglieder. Diese Erhöhung sei nicht durch Angebote vor Ort zu rechtfertigen.

Denn immer noch seien der Hauptwanderweg in Treseburg nach Thale und ein Weg an der Bode, beides Abschnitte des harzübergreifenden Hexenstiegs, gesperrt. Der Selkestieg nach Friedrichsbrunn und Güntersberge könne ebenfalls nicht genutzt werden, teilte Lüdtke auf Nachfrage mit. Bleibe nur zu hoffen, sagte er, dass bis zur Hauptsaison ab April wenigstens einige Wege wieder freigegeben würden.

Begründet wurde die Teilung der Kurtaxe in Thale mit gestiegenen Kosten für das Urlauberticket (Hatix) und weitere Rabattangebote in der Region Thale. Gerechtfertigt sei sie durch das Vorhalten von rund 500 Kilometern Wanderwege, Parks, Bühnen und der Bodetal-Therme, wie die Stadt im Internet dazu betont. Lüdtke sieht das anders. Die Kurtaxe sollte nicht für die Rettung der Therme benutzt werden. Er bemängelt auch das Verfahren.

Denn die Kurtax-Teilung wurde trotz Ablehnung in mehreren Ortschaftsräten vom Stadtrat Thale beschlossen. Mit Recht, weil alle ihre Meinung hätten kundtun können, sagen die einen. Zu Unrecht, weil die Interessen kleiner Orte ignoriert worden seien, sagen Kritiker wie Lüdtke. Die Kurtaxe aber gilt längst. Sie werde ein Kritikpunkt für den Fremdenverkehrsverein bleiben, kündigte Lüdtke Prüfungen der Sachlage an.

Augenmerk lege der Verein zugleich weiter auf die Werbung für die Region und eine intensive Arbeit für die Gäste, wie zur Jahreshauptversammlung deutlich gemacht worden sei. Der erfolgreiche Besuch von Messen zur Werbung für das Bodetal wird danach ebenso fortgesetzt wie der Wettbewerb ums schönste Urlaubsfoto, die Schatzsuche für Kinder und die Ehrung von treuen Urlaubern als „Botschafter des Bodetals“.

„Das hat sich bewährt“, so Lüdtke gegenüber der Volksstimme, „das setzen wir natürlich fort.“ Gedankt wurde in diesem Zusammenhang den Teams der Gasthäuser „Bodeblick“ und „Forelle“ sowie „Haus Krabbes“ in Treseburg und vom Café Fontane in Altenbrak für deren Unterstützung. 77 Urlauber beziehungsweise Urlauberfamilien, die Altenbrak und Treseburg seit Jahren die Treue halten, wurden seit 2005 zu Bodetal-Botschaftern ernannt.

Vorangekommen ist der Verein laut Vorsitzenden trotz mancher Probleme bei der Aufstellung von Hinweistafeln. So können sich Gäste heute an neuen Aufstellern zur Schöneburg (Altenbrak) sowie am Weg zum Burgplatz (Treseburg) anschaulich informieren.

Dafür seien vor allem Peter Szuminski, Volker Brinkmann, Ronald Brendel sowie Bauhofmitarbeiter Andreas Beranik in Absprache mit Thales Bauhofchef Nils Tölle dankenswerter Weise im Einsatz gewesen, stellt Lüdtke fest: „Ohne sie hätten wir die Arbeiten so nicht durchführen können“.

In der weiteren Ausgestaltung der Wanderwege selbst sehe sich der Fremdenverkehrsverein allerdings etwas in der Klemme, berichtete Lüdtke weiter, weil es an Unterstützung von der dafür zuständigen Stadt Thale fehle.

So sei auf der Jahreshauptversammlung die Herrichtung des Treseburger Burgberges mit seinen fünf Aussichtpunkten eingefordert worden. Absprachen dazu gab es bereits, nun müssten Taten folgen. Die Aussichtspunkte böten herrliche Ausblicke, wenn sie denn gut erreichbar wären. Auch ein unschönes Bauhof-Außenlager im Wildsteinpark in Treseburg sollte nach Meinung der Vereinsmitglieder bis zum Saisonstart beseitigt werden.

 ?rger mit der Kurtaxe im Bodetal
Wernigeröder bestimmen die Themen
Wernigerode l Am 26. Mai wird ein neuer Stadtrat für Wernigerode gewählt. Parteien und Kandidaten kämpfen um jede Stimme. Doch welches Thema bewegt Sie am meisten?
Wernigerode ist beliebt, hier wollen viele wohnen. Doch es gibt nur wenige Bauplätze. Wie kann die lokale Politik dem Trend entgegenwirken?
Diese und noch mehr Fragen werden in einer Volksstimme-Umfrage zur Kommunalwahl 2019 gestellt. Machen Sie mit und bestimmen Sie so die Themen des Wahlkampfes 2019. Indem Sie sich an dieser Aktion beteiligen, haben Sie zugleich die Chance, uns mitzuteilen, worum sich die Lokalpolitiker kümmern sollen. Nutzen Sie die Gelegenheit zum Mitbestimmen. Die Umfrage endet am 13. April 2019.
Zur Umfrage geht es hier.
 Werniger?der bestimmen die Themen
Blankenburger bestimmen die Themen
Blankenburg l Am 26. Mai wird ein neuer Stadtrat für Blankenburg gewählt. Parteien und Kandidaten kämpfen um jede Stimme. Doch welches Thema bewegt Sie am meisten?
Die Ortsumfahrung Blankenburgs wird so schnell nicht kommen, doch die Bürger werden ungeduldig. Was kann die lokale Politik jetzt noch tun?
Diese und noch mehr Fragen werden in einer Volksstimme-Umfrage zur Kommunalwahl 2019 gestellt. Machen Sie mit und bestimmen Sie so die Themen des Wahlkampfes 2019. Indem Sie sich an dieser Aktion beteiligen, haben Sie zugleich die Chance, uns mitzuteilen, worum sich die Lokalpolitiker kümmern sollen. Nutzen Sie die Gelegenheit zum Mitbestimmen. Die Umfrage endet am 13. April 2019.
Zur Umfrage geht es hier.
 Blankenburger bestimmen die Themen
Hochwasserwarnung im Harz

Tanne/Ilsenburg (muß/jl) l Für das Flussgebiet der Bode, ihre Nebenflüsse und der Ilse wurde eine Hochwasserwarnung vom Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt (LHW) herausgegeben. Diese gilt vorerst bis zum Montag. Die Warme Bode bei Tanne hat die Meldegrenze in der Nacht zum Freitag bereits überschritten. Hier stieg der Pegel in den vergangenen 24 Stunden um rund 30 Zentimeter an. Am Freitagmorgen gegen 2 Uhr lag der Wasserstand bei 177 Zentimeter. Der Flußpegel der Ilse bei Ilsenburg zeigte zu diesem Zeitpunkt nur noch knapp 8 Zentimeter unter der 1. Alarmstufe an. Diese wird bei 150 Zentimeter ausgerufen. 

Laut LHW sei der Pegelanstieg unter anderem auf die Niederschläge in Verbindung mit dem leichten Abtauen der vorhandenen Schneedecke in den Einzugsgebieten zurückzuführen. Durch weitere angekündigte Niederschläge und leicht ansteigende Temperaturen ist auch in den nächsten Tagen mit einer erhöhten Wasserführung in den Flüssen zu rechnen.

 Hochwasserwarnung im Harz
Linke fordern Hoi-An-Straße in Wernigerode

Wernigerode l Heltauer Platz und Neustädter Ring gibt es bereits in Wernigerode. Nun soll auch die dritte Partnerstadt eine eigene Straße in der bunten Stadt am Harz erhalten. Die neue Erschließungsstraße auf dem Ochsenteichgelände soll Hoi-An-Straße genannt werden – wenn es nach Christian Härtel geht. Wie der Linken-Stadtrat in seinem Antrag schreibt, wäre dafür keine Umbenennung einer bestehenden Straße nötig. Zudem wünsche er sich dafür „eine attraktive Grüngestaltung“ mit Bäumen und Sträuchern. Die Kosten pro Buchstabe auf der Tafel beliefen sich auf vier Euro.

Das Gegenstück – eine nach Wernigerode benannte Straße in der vietnamesischen Unseco-WeltkulturerbeStradt -– gebe es bereits. 2016 wurde sie mit Vertretern aus Stadtrat und -verwaltung in Hoi An eingeweiht, erinnert Härtel. Damals fand auch eine gemeinsame Baumpflanzaktion der Partner aus Südostasien und dem Harz statt.

„Es entspricht dem hohen Niveau der seit sechs Jahren auf vielen Gebieten gelebten Städtepartnerschaft, eine Straße im Herzen der Wernigeröder Innenstadt nach Hoi An zu benennen“, bergründet Härtel sein Ansinnen in der Vorlage. Ein weiteres Argument: Das Ochsenteichgelände erfahre durch geplante Investitionen – die Harzer Schmalspurbbahnen wollen noch 2019 mit dem Bau ihrer gläsernen Dampflokwerkstatt beginnen – eine weitere touristische und städtebauliche Aufwertung. Diese solle sich in der Vergabe eines Straßennamens nach der touristischen Hochburg am Südchinesischen Meer widerspiegeln.

Der Vorschlag der Linken soll erstmals in der nächsten Sitzung des Stadtrates am Donnerstag, 28. März, diskutiert werden. Eine Entscheidung fällt frühestens am 16. Mai.

 Linke fordern Hoi-An-Stra?e in Wernigerode