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Fläche verkauft, Nachbarn gefrustet

Wernigerode l Die einstige Pferdekoppel am Nordhang des Galgenbergs liegt seit vielen Jahren brach. Die Fläche, die sich in unmittelbarer Nähe zu einer Wohnsiedlung befindet, verwilderte zusehends und bot längst keinen schönen Anblick mehr für Anwohner und Spaziergänger. Die Stadt Wernigerode hat das 6000 Quadratmeter große Grundstück nun an einen Investor verkauft. Mehrere Einfamilienhäuser sollen hier entstehen. Ein Bebauungsplan ist in Vorbereitung. So weit, so gut.

In der Nachbarschaft am August-Bebel-Platz regt sich deshalb Ärger. Denn die Anwohner bemühen seit Jahren um den Kauf des angrenzenden Randstreifens des Grundstücks. Mit dem Verkauf an einen Investor ist dieser Zug für sie jetzt endgültig abgefahren.

Bereits 1995 haben sich die Anwohner schriftlich an die Stadt gewandt und ihr Kaufinteresse bekundet. „Jeder von uns wollte so in etwa 100 Quadratmeter haben, um den eigenen Garten zu vergrößern“, blickt Hartmut Labbow zurück. Und auch um ein bisschen Abstand zu haben, wenn die Fläche eines Tages bebaut werden sollte. Damals habe es geheißen, die Fläche werde noch nicht veräußert.

„Das haben wir erstmal so zur Kenntnis genommen“, so Labbow. 2008 hätten die Anwohner ihr Kaufinteresse dann wiederholt. Aus dem Rathaus wieder der gleiche Tenor, es gebe keine Aktivitäten für eine Bebauung, deshalb werde das Grundstück noch nicht verkauft.

Zehn Jahre später das gleiche Spiel: „Wir haben uns noch einmal in Erinnerung gebracht“, so Hartmut Labbow. „An unserem Interesse, eine Teilfläche zu erwerben, hatte sich nicht geändert. Wir hätten auch eine Erbbaupacht akzeptiert.“ Er habe das Schreiben persönlich im Rathaus abgegeben. Der Mitarbeiter vom Sachgebiet Liegenschaften habe ihm versichert, dass er sich wieder melde. „‚Wenn es soweit ist, komme ich auf Sie zu‘, hat er zu mir gesagt.“

Doch es kam anders. „Über den Buschfunk hörten wir, dass das Grundstück ausgeschrieben sei und meistbietend verkauft werden sollte.“ Das ist inzwischen passiert – und zwar ohne, dass die Anwohner vorher noch einmal angehört wurden.

Das wollten Labbow und seine Nachbarn nicht auf sich sitzen lassen. „Wir fühlen uns übergangen.“ In einem offenen Brief wandten sie sich im Juni an die Stadträte und an die Verwaltung und machten ihrem Ärger Luft. Die Stadträte hatten über den Verkauf des Grundstücks entschieden – nichtöffentlich, so wie es bei Grundstücksangelegenheiten üblich ist. Allerdings hätten sie nichts vom Kaufinteresse der Anwohner gewusst. „Das haben mir einige bestätigt.“

15 Jahre lang sei Labbow selbst im Stadtrat tätig gewesen, acht Jahre sogar als Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses. „Ich frage mich, warum unser Kaufinteresse nie in die Ausschüssen durchgestellt wurde, wie von uns gefordert, und warum wir nicht gehört wurden. Von der Verwaltung erwarte ich eine klare Antwort.“

Auf diese Antwort mussten Labbow und seine Nachbarn allerdings ganze zwei Monate warten. Der Brief aus dem Rathaus liegt der Volksstimme vor. „Die Gründe für die Entscheidung, einigen Anliegern diese gewünschte Fläche nicht zu veräußern, lag darin, dass eine optimale Ausnutzung der zu erschließenden Wohnbaufläche nicht gegeben wäre“, schreibt Oberbürgermeister Peter Gaffert (parteilos). Es hätten sich nicht alle Anlieger am Kauf der Fläche beteiligen wollen. „Dabei wäre ein Grundstückszuschnitt entstanden, welcher sich nicht förderlich für die Entwicklung der Fläche ausgewirkt hätte.“ Für das Ausbleiben einer Information über den anstehenden Verkauf entschuldigte sich der Stadtchef. Dies hänge mit dem Weggang der zuständigen Mitarbeiterin aus der Stadtverwaltung zusammen.

Auf Nachfrage der Volksstimme heißt es aus dem Rathaus, in Wernigerode existiere eine „intensive Nachfrage nach Bauland“. Die Entwicklung von Bauflächen sei „erklärtes politisches Ziel“, so Sprecherin Winnie Zagrodnik. Generell könnten dabei Anwohnerwünsche berücksichtigt werden, insbesondere zur Verbesserung der vorhandenen Situation. „In diesem Fall liegen aber weder Missstände noch Notsituationen auf den nachbarlichen Grundstücken vor.“ Dies sei im Zuge des Verkaufsverfahrens geprüft und entschieden worden. Mit den Betroffenen seien persönliche Gespräche geführt, die Angelegenheit einvernehmlich erörtert und die Bedenken ausgeräumt worden, so Zagrodnik.

Wohl nicht vollständig ausgeräumt, denn Labbow gibt sich mit der Antwort nicht zufrieden. „Wir hätten uns ein gemeinsames Gespräch mit dem Käufer und der Verwaltung gewünscht. Aber unser Ansinnen wurde ignoriert. So kann man doch nicht mit uns umgehen.“

 Fl?che verkauft, Nachbarn gefrustet
Selten so gelacht

Halberstadt l Die ambitionierte Ausstellung „Scherz – Die heitere Seite der Aufklärung“ ging am Sonntag mit einem veritablen Schlusspunkt zu Ende. Dabei griff das Ausstellungs-Team zwei zentrale Aspekte der Exposition auf: Humor und Koketterie, in den Exponaten oftmals in einer Einheit zu finden.

Und das Gleimhaus wäre nicht das Museum der Aufklärung, wenn es nicht noch bei der Finissage so manches Neue lernen ließe: zum Beispiel Humor. Udo Berenbrinker ist davon überzeugt: „Humor hat man nicht. Humor kann man lernen“ sagt der Gründer und pädagogische Direktor des Tamala-Center für Clown, Humor und Kommunikation in Konstanz am Bodensee.

Und das in einem Land, in dem humorvoll zu sein, nicht für jedermann zum Selbstverständnis dazugehört.

Mit einer kleinen Gruppe von Interessierten aus Halberstadt und aus der näheren Umgebung beschäftigte er sich von Sonnabend bis Sonntagmittag in einem Workshop mit den Grundlagen von Humor, den Humorressourcen, der Wirkung eines Perspektivwechsels, den Regeln und Gesetzen der Komik, dem Sprachwitz und der Schlagfertigkeit. Durch vielfältige Übungen erfuhren die Teilnehmer, wie sie das Vermittelte in ihrem eigenem Umfeld anwenden können. Und dass das funktionierte, war schon allein am lauten Lachen der Übungsteilnehmer zu erkennen, das aus dem Seminarraum schall.

Auf den Punkt gebracht, ist Humor für Berenbrinker eine facettenreiche Strategie, um Konflikte, egal auf welcher Ebene, sei es beruflich, sei es privat, zu lösen und sich letztendlich das Leben zu erleichtern. Hierbei vertraut er auf einen Perspektivwechsel. Natürlich weiß auch er, der Workshops zum Humor macht, dass „das Leben ist nicht immer lustig ist“. „Aber über einen Perspektivwechsel“, so der Coach, „lässt sich von außen auf das Problem blicken und es mit Humor nehmen“.

Generell empfahl Berenbrinker den Seminarteilnehmern, die Fähigkeit zu erlernen, sich selbst nicht zu ernst zu nehmen und über sich selbst lachen zu können. Und was hielten die Seminarteilnehmer von der Veranstaltung? Eine der Teilnehmerinnen fasste es so zusammen: „Der Alltag ist sehr ernst und sehr rational. Ungestört vom Tagesgeschäft tat es gut zu erfahren, wie man mit Humor mehr Leichtigkeit ins Leben bringen kann“.

Auszutesten, wie man den Humor als eine Haltung zum Leben und als Kraftquelle nutzen kann, mehr Lebensenergie freizusetzen, „das ist was“, ergänzte ein anderer Teilnehmer.

Der Sonntagnachmittag gehörte Ilka Sieler. Die Leipziger Kostümschneiderin hat sich auf das Anfertigen historischer Kleidung, vor allem des 18. Jahrhunderts, spezialisiert.

Charakteristisch für ihre Arbeit ist der große Wert, den Sieler auf authentische Materialien, Schnitte und Verarbeitungstechniken legt. Als Orientierung für ihre Kostüme nutzt sie Zeichnungen und Kupferstiche.

In einem durchaus spannenden und amüsanten Procedere legte sie ein Alltagskleid ab und verwandelte sich in eine kapriziöse „Lady in Red“. Beim Ab- wie Anlegen der Kleidungsstücke machte Ilka Sieler nicht nur ein Stück Modegeschichte deutlich, sondern zeigte auch, dass die Modemacher im 18. Jahrhundert durchaus praktisch und auch nachhaltig dachten. Mithilfe von Bändern konnten beispielsweise die Röcke weiter oder enger gestaltet werden, je nach Bedarf. Auch alle weiteren Kleidungsstücke, die eine Frau im 18. Jahrhundert trug, wurden von Ilka Sieler beim Ablegen erklärt.

Eine Schürze war zum Beispiel nicht nur Zierde, sondern auch dafür da, um Heißes aus dem Ofen zu holen oder sich die Nase zu schnäuzen. Auch die Haube hatte nicht nur dekorativen Charakter, sondern eine Schutzfunktion. Das Halstuch schützte vor der Sonne und verbarg den Ausschnitt.

Am wichtigsten bei der Damenkleidung des 18. und 19. Jahrhunderts sei der Unterbau gewesen. „Ohne eine Schnürbrust beziehungsweise ein Korsett geht es nicht. „Mit einem BH von heute könnte man solche Kleider nicht tragen“, erklärte die Kostümschneiderin.

Damit die Silhouette der Frau den Ansprüchen der Zeit Genüge tat, war außerdem ein Pokissen oder sogenannte Paschen erforderlich. Das sind Aufbauten, die eine breite Hüfte, gleichzeitig aber eine schlankere Taille, oder einen größeren Po simulieren. Sie werden von Unterrock und Rock verdeckt.

Vervollständigt wurde das Habit von langen Strümpfen (in rot) und Schnallenschuhen. Letztere seien damals Einleistenschuhe gewesen, sagte Ilka Sieler. Es gab also keinen rechten oder linken. Sie mussten eingelaufen werden, damit sich der Schuh dem jeweiligen Fuß anpasste.

Mit der Erfüllung des letzten Programmpunktes war definitiv der Ausstellungsschluss gekommen. Der rechte Zeitpunkt also, um mit Gästen und dem Organisationsteam des Halberstädter =Gleimhauses auf eine sehr erfolgreiche Ausstellung anzustoßen.

Mit einem Glas Hochheimer Riesling, nach dem Geschmack der Zeit, wurde der 300. Geburtstag von Gleim stilgerecht gewürdigt.

 Selten so gelacht
Sachsen-Anhalts bester Azubi ist Harzer

Schierke/Ballenstedt l Es gibt Momente, da stellt das Leben die schwersten Prüfungsaufgaben. Oliver Hüber ist das gerade neulich erst passiert. Der angehende Notfall-Sanitäter war am frühen Morgen des 18. Juni gerade von seinem Heimatort Ballenstedt mit dem Auto in Richtung Halle unterwegs und bereitete sich gedanklich auf seine schriftliche Prüfung in Qualitätsmanagement/Recht vor, als er kurz hinter Ballenstedt mit einer ganz realen Prüfung konfrontiert wurde: Am Abzweig nach Radisleben waren zwei Autos kollidiert – „und ich war der erste Helfer vor Ort“, erinnert sich der 23-Jährige.

Es ist 6.30 Uhr, als Hüber an jenem Junimorgen vom Trümmerfeld jäh aus seinen Prüfungsgedanken herausgerissen wird. Er schaltet binnen weniger Augenblicke um und absolviert die Aufgaben eines Ersthelfers. Unfallstelle absichern, Rettungsleitstelle und Polizei alarmieren, den Verletzten im Rahmen der Möglichkeiten helfen. Zwar kann er allein nicht wirklich viel tun, denn vier Männer sind in einem Passat eingeklemmt. Trotzdem weiß er – als Minuten später Feuerwehr, Rettungsdienst und Notarzt an der Unglücksstelle eintreffen – sehr genau, was zu tun ist und wo er anzupacken hat, um den vier Schwerverletzten zu helfen. Was nicht überrascht, denn Oliver Hüber steht nicht nur am Abschluss seiner Sanitäter-Ausbildung, sondern ist seit zehn Jahren auch Mitglied der Ballenstedter Feuerwehr.

„Ich bin später, als vor Ort das Gröbste erledigt war, weitergefahren, um in Halle meine Prüfung zu absolvieren“, erinnert er sich. Die Befürchtung, sie aufgrund des einschneidenden Erlebnisses komplett gegen die Wand zu fahren, täuscht. Er liefert am Ende die beste seiner drei schriftlichen Prüfungen ab, weiß er längst.

Und auch bei den übrigen brilliert Hüber. Mehr noch: Er legt mit einem Noten-Abschlussdurchschnitt von 1,0 sogar die landesweit beste Prüfung an der Johanniter-Akademie in Halle ab. Was nun gewürdigt wird: Kein Geringerer als Innenminister Holger Stahlknecht zeichnet Hüber dafür am Mittwoch, 18. September, aus. Hoch oben auf dem Brocken würdigt der CDU-Politiker die herausragende Leistung.

Für Oliver Hüber ist die Zeugnisverleihung aus Ministerhand im doppelten Sinne schön. Denn er wird obendrein von Pauline Windschügel begleitet. Die 21-Jährige absolvierte bei den Johannitern eine analoge Ausbildung, um künftig als Sanitäterin bei der halleschen Berufsfeuerwehr zu arbeiten und habe ebenso wie er die Prüfungen mit 1,0 abgeschlossen, berichtet der 23-Jährige. Und damit nicht genug: Die beiden sind nicht nur Berufskollegen, sondern seit Jahresbeginn auch privat ein Paar.

Sozusagen Glück im doppelten Sinne. Zur beruflichen Erfüllung kommt auch die private. Was Oliver Hüber ganz dick unterstreicht: „Ich habe hier für mich wirklich meine Berufung gefunden.“

Dabei sei sein Weg bis hierher – wie so oft im Leben – nicht nur geradlinig gewesen. Von 2013 bis 2016 habe er eine Lehre als Tischler absolviert. „Ich habe aber schon in der Ausbildung gemerkt, dass das doch nix für mich ist.“

Folglich habe er, als er den Gesellenbrief in der Tasche hatte, sofort umgesattelt. Dank seines Engagements bei der Feuerwehr und des Kontakts zu Akteuren in der Leitstelle sei er auf die Idee gekommen, eine zweite Ausbildung im Rettungsdienst zu absolvieren. Gleich nach dem Finale in der Tischlerei startete Hüber 2016 beim Eigenbetrieb Rettungsdienst im Harzkreis durch und fand hier seine wirkliche Erfüllung. „Das war“, bilanziert er nun nach der dreijährigen Ausbildung, „die beste Entscheidung, die ich treffen konnte“. In beruflicher und eben auch privater Hinsicht.

Dass Innenminister Stahlknecht sowohl Hüber als auch dessen Freundin auf dem Harzer Gipfel gratulieren kann, ist letztlich dem persönlichen Ehrgeiz des Duos zu verdanken. Beide haben, verrät der 23-Jährige, bei ihrer Ausbildung zum Notfall-Sanitäter einen vergleichsweise gleich guten Abschluss hingelegt. „Die haben sich“, sagt Kai-Uwe Lohse, „in der Ausbildung gegenseitig gepusht“. Wenn es jemand so genau weiß und beurteilen kann, dann ist es Lohse – Harzer Kreisbrandmeister und leitender Mitarbeiter beim Eigenbetrieb Rettungsdienst im Harzkreis in Personalunion.

Dass Oliver Hüber jetzt nach der praktischen Ausbildung in den Rettungswachen Wernigerode und Halberstadt beim Eigenbetrieb Rettungsdienst angestellt ist, versteht sich angesichts dieser Rahmenbedingungen fast von selbst. Seit 1. September läuft der Arbeitsvertrag – „und es macht richtig Spaß“, schwärmt der passionierte Feuerwehrmann und Freizeitsportler.

Wobei sich auch hier der Kreis schließt. Oliver Hüber ist nicht nur Stammgast im Fitness-Studio, sondern auch Starter bei feuerwehrtypischen Wettkämpfen. So beispielsweise beim Kölner Turmlauf, wo es mit voller Ausrüstung und mit Atemschutz über gut und gern 740 Treppenstufen in die 39. Etage geht.

Apropos stürmisch: Das bleibt es bei dem jungen Paar auch im privaten Sinne. Beide starten jetzt mit Euphorie als frisch gebackene Notfall-Sanitäter in ihre Jobs. Die aus Erfurt stammende Pauline Windschügel bei der Berufsfeuerwehr Halle, Oliver Hüber beim Eigenbetrieb im Harz. Privat bleibe es vorerst beim Pendeln zwischen Halle und Ballenstedt. Aber: „Dank unseres Schichtdienstes finden sich genügend Tage, um ausreichend Zeit miteinander zu verbringen“, verrät er.

Wo die Reise die beiden ganz privat hinführen wird, bleibt abzuwarten. Zumindest beruflich hat Hüber schon die nächsten Ziele im Blick. „Erstmal will ich im Alltag Erfahrungen sammeln. Später möchte ich aber mal als Ausbilder und Anleiter arbeiten und selbst unseren Nachwuchs ausbilden“, kündigt er an. Zudem sei irgendwann auch die Tätigkeit als Honorardozent an der Johanniter-Akademie in Halle denkbar.

Dass der 23-Jährige diese Ziele über kurz oder lang erreichen wird, scheint sehr wahrscheinlich, denn „ich bin ein sehr ehrgeiziger Mensch“, wie er sich selbst einschätzt. Was Lohse nur bestätigen kann: „Diese Ausbildung ist kein Zuckerschlecken, da muss man sich schon rein knien. Oliver Hüber, da bin ich sicher, wird seinen Weg gehen.“

 Sachsen-Anhalts bester Azubi ist Harzer
Bus kollidiert im Harz mit Wildschweinrotte

Blankenburg (vs) l Mit mehreren Wildschweinen ist ein Linienbus der Harzer Verkehrsbetriebe am Montagmorgen, 16. September, kollidiert. Der Bus war gegen 6.10 Uhr auf der Kreisstraße 1348 von Blankenburg in Richtung Wienrode unterwegs, als die Rotte die Fahrbahn überquerte.

„Dabei wurden mehrere Tiere vom Bus erfasst, von denen zwei verendeten“, berichtet ein Sprecher des Polizeireviers Harz. Am Fahrzeug sei Sachschaden entstanden, Personen wurden nicht verletzt.

 Bus kollidiert im Harz mit Wildschweinrotte
Bürokratie bremst Garagenbau in Silstedt aus

Silstedt l Der Wind fährt durchs Gras und die Zweige der Bäume. Rehe grasen im Garten an der Schmiedestraße in Silstedt. „Rechts war ein Gemüsegarten, links liefen die Hühner“, sagt Thomas Hene. Rund 2500 Quadratmeter groß ist das Grundstück der Familie, auf dem Sohn Jan Madaus eine Garage bauen will. Doch das ist nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick scheint. Inzwischen hat sich auch der Ortschaftsrat mit dem Thema befasst.

Der 37-Jährige ist in Silstedt aufgewachsen, ging zum Studium nach Magdeburg und lebt inzwischen in Wolfsburg. Nun möchte er wieder ins Elternhaus einziehen, der Umzug ist für nächstes Jahr geplant. Platz braucht er aber nicht nur für sich und seine Familie, sondern auch für seine Fahrzeuge: Jan Madaus besitzt vier Autos sowie Motorräder, die er selbst instandsetzt. Die geplante Garage soll rund 100 Quadratmeter groß werden und Raum für eine eigene Werkstatt bieten.

Das Grundstück wäre groß genug. Früher war dort Acker, seit 15 Jahren ist es eine Wiese, berichtet Madaus. Auf der einen Hälfte soll die Garage entstehen, auf der anderen sollen Gras und Rehe bleiben. Ob es klappt, ist fraglich: Das Bauordnungsamt hat das Grundstück dem Außenbereich zugeordnet, das Projekt werde nicht genehmigt. Jan Madaus kann die Entscheidung nicht nachvollziehen. Nebenan befinden sich Nachbargrundstücke und der Friedhof. „Es ist sehr grenzwertig, das als Außenbereich zu bezeichnen“, so Madaus.

Im Bauordnungsamt des Kreises sieht man das anders. „Ein Bebauungszusammenhang, wie er für die Anwendung des Paragrafen 34 des Baugesetzbuches erforderlich ist, ist nicht zu erkennen“, heißt es auf Volksstimme-Nachfrage – der Paragrafen legt fest, was als Innenbereich zu gelten hat. Die Abgrenzung sei nicht immer ganz eindeutig, so Amtsleiter Matthias Schönhardt. „Die Frage ist: Ist das eine Baulücke oder eine unbebaute Freifläche?“ Es gehe unter anderem um die Größe – wenn mehr als drei Einzelgrundstücke darauf Platz hätten, handele es sich um mehr als eine Baulücke.

Einen Bebauungsplan gebe es für das Gelände nicht: „Das Vorhaben befindet sich somit im unbeplanten Außenbereich.“ Im Paragraf 35 des Baugesetzbuches seien Kriterien, nach denen ein Bau auch dort erlaubt werden könne, aufgeführt. In diesem Fall seien aber mehrere „öffentliche Belange beeinträchtigt“, teilt das Amt mit. Es sei mit einem „planlosen Ausufern der Bebauung“ in den Außenbereich hinein zu rechnen. Zudem entspreche das Vorhaben „nicht der natürlichen Eigenart der Landschaft“. Damit sei nicht unbedingt die Natur gemeint, sondern das Umfeld, so Schönhardt. „Die Gestaltung der Umgebung bildet im Moment den Bau einer Garage nicht ab.“ Wenn der Kreis diese zulasse, greife er in die Planungshoheit der Stadt ein. Sie könne festlegen, was sie in dem Bereich vorhabe. Klar sei aber: Wenn eine Garage erlaubt werde, dürften die Nachbarn ebenfalls bauen.

Für Wernigerodes Stadtverwaltung zählt das Areal zwar zum Innenbereich. Im Flächennutzungsplan ist es unter „gemischte Bauflächen/Dorfgebiete“ verbucht. Abgelehnt hat sie das Projekt dennoch, weil sie das Grundstück als Grünfläche einordnet. Im Grunde gehe es um ein Bauprojekt in zweiter Reihe, erläuterte Michael Zagrodnik vom Wernigeröder Bauplanungsamt im Ortschaftsrat. Diese seien meist nicht gewollt, wenn es im Umfeld kein Vorbild dafür gebe. Die Eigentümer hingegen wollten ihren Grund bebauen. „Das Problem haben wir sehr oft – nicht nur in den Ortsteilen, sondern auch in der Stadt“, so Zagrodnik.

Schwierig sei zudem die Dimension der geplanten Garage. Angesichts der Größe werde von einer „nachbarschaftlichen Störung“ ausgegangen, so Zagrodnik. Es werde aber nicht geprüft, was die Nachbarn tatsächlich wollen. Denn die Anwohner seien dafür, dass die Familie die Garage baut, berichtet Jan Madaus. „Wir haben mit allen gesprochen. Sie haben nichts dagegen.“ Wenn der Unterstand nicht erlaubt wird, müsste er seine Fahrzeuge an die Straße stellen – und dort ist Parkraum knapp. „Wir haben keine Alternative“, sagt er.

Das sieht Ortsbürgermeister Karl-Heinz Mänz (CDU) ähnlich. „Wir haben in Silstedt große Probleme, dass Straßenzüge zugeparkt werden“, sagte er im Ortschaftsrat. Mänz und die Ratsmitglieder unterstützen Jan Madaus und sein Projekt. Der Ortschef möchte bisherige und künftige Einwohner an den Ort binden. „Wir wollen unsere Silstedter hier behalten.“ Mit Entscheidungen wie dem Nein zur Garage werde es Interessenten schwer gemacht, sich anzusiedeln. Warum, das sei ihm nicht klar. „Das versteht hier keiner.“

Jan Madaus hat derweil eine Anwältin eingeschaltet und gegen den Bescheid des Kreises Widerspruch eingelegt. Er sagt: „Damit nehmen sie uns jede Möglichkeit.“ Vielleicht aber auch nicht: Mit einer Satzung könne man unter Umständen den Bau ermöglichen. „Für eine Garage haben wir noch nie eine Bauleitplanung gemacht“, sagte Zagrodnik in der Sitzung. Rainhald Deter fragte: „Aber es ist nicht ganz ausgeschlossen?“ Das werde geprüft, so Zagrodnik. Das städtische Bauamt wolle Madaus zur Seite stehen, sich mit ihm und Kreisvertretern an einen Tisch setzen. „Das können wir nur im Gespräch klären.“ Kommentar

 B?rokratie bremst Garagenbau in Silstedt aus
Neues Auto brennt auf A36 im Harz aus

Wernigerode (mg/muß) l Ein brennendes Auto hat am Sonntagnachmittag auf der Harzautobahn A36 bei Wernigerode für Verkehrsbehinderungen im Wochenendverkehr gesorgt. Nach Angaben der Autobahnpolizei ging ein VW Golf gegen 15 Uhr kurz vor dem Parkplatz Regenstein auf der Spur Richtung Bad Harzburg in Flammen auf. Ursache sei vermutlich ein technischer Defekt.

Wie der betroffene Fahrer sagte, konnte er noch rechts auf den Seitenstreifen fahren und das brennende Auto unverletzt verlassen. Danach musste er mit ansehen, wie sein Wagen – er hatte sich diesen erst vor wenigen Tagen gekauft – vollständig ausbrannte. Die Flammen breiteten sich auf den Straßengraben aus, auch der Straßenbelag auf dem Randstreifen wurde beschädigt.

Die Feuerwehr verhinderte ein weiteres Ausbreiten der Flammen auf ein angrenzendes Feld. Während der Lösch- und Aufräumarbeiten musste die Autobahn 36 in Richtung Wernigerode/Bad Harzburg zeitweilig voll gesperrt werden. Das habe dazu geführt, dass sich ein rund drei Kilometer langer Stau bildete, so ein Sprecher des Autobahn-Polizeireviers Börde auf Volksstimme-Anfrage.

 Neues Auto brennt auf A36 im Harz aus
Sportwagen verunfallt im Harz

Drei Annen Hohne/Berlin (dpa) l Mit einem Totalschaden endete am Wochenende die Tour eines Berliner Sportwagen-Fahrers im Harz. Auf der K1354 bei Drei Annen Hohne geriet der 35-Jährige Samstagmittag am Ende einer Rechtskurve ins Schleudern und kam nach rechts von der Fahrbahn ab, wie die Polizei am Sonntag mitteilte.

Zwischen mehreren Bäumen blieb der Sportwagen stehen. Der Fahrer und seine Beifahrerin wurden leicht verletzt. Am Fahrzeug entstand den Angaben zufolge ein Schaden von rund 95.000 Euro.

 Sportwagen verunfallt im Harz
Das Risiko fährt im Oberharz immer mit

Hasselfelde l Berg- und Talfahrten, rasante Kurven und Spitzkehren unter strahlend blauem Himmel – der Oberharz macht am Wochenende seinem Ruf als Magnet für Motorradfahrer alle Ehre. Die müssen sich am Sonnabend auf verstärkte Polizeikontrollen gefasst machen: Bei der Aktion „Sicher durch den Harz“ überprüfen 25 Beamte des Harzer Reviers, unterstützt von der Verkehrswacht Harzkreis und den Polizeiinspektionen Stendal und Magdeburg, insgesamt 153 Biker im Stadtgebiet sowie auf dem Steilstück der Bundesstraße 27 zwischen Blankenburg und Hüttenrode.

„Unser Fokus liegt einerseits auf Geschwindigkeits-kontrollen – denn überhöhtes Tempo bleibt die Unfallursache Nummer eins“, erläutert Projektleiter Sebastian Fabich an der Kontrollstelle im Hasselfelder Ortsteil Rotacker. Laut dem 30-jährigen Polizeikommissar sind es meist Motorrad-Touristen, die in Unfälle verwickelt werden. „Viele der Auswärtigen sind ortsunkundig und überschätzen sich – keine gute Kombination.“ Am Ende des Tages registrieren die Beamten acht Geschwindigkeitsverstöße – unrühmlicher Spitzenreiter ein Harzer, der mit 180 Kilometern pro Stunde statt der erlaubten 100 über die B 242 zwischen Siptenfelde und Günthersberge donnert.

Zweiter Schwerpunkt der Kontrollen: die Maschinen selbst. „Wir achten besonders auf die Lautstärke, Manipulationen an der Auspuffanlage, das Profil der Reifen, Bremsen und Beleuchtung“, berichtet Fabich. Die Polizisten stellen bei der Aktion 29 Verstöße gegen die Straßenverkehrszulassungsordnung fest.

So sei bei vielen Zweirädern neben technischen Mängeln etwa der Termin für die Hauptuntersuchung verstrichen oder die Kennzeichentafel nicht vorschriftsmäßig angebracht, berichtet ein Reviersprecher. In vier Fällen erlischt die Betriebserlaubnis. Zudem stellen die Beamten elf Mängelscheine aus, untersagen zwölf Motorrad-Piloten die Weiterfahrt und stellen zwei Maschinen an Ort und Stelle sicher.

„Dennoch wollen wir die Motorradfahrer nicht von den Straßen unserer Region verdrängen“, ergänzt Polizeirätin Anja Hempel. Bei der Aktion gehe es genauso um Dialog mit den Bikern, so die Leiterin des Revierkommissariats Wernigerode. Denn „Motorradfahren in den Harzer Bergen macht einfach Spaß“, wie Oliver Dirrwald sagt. Der Fahrlehrer und ehrenamtliche Mitarbeiter der Verkehrswacht rät dazu, „rücksichtsvoll, defensiv und vor allem vorausschauend“ zu fahren. Auf den Straßen im Oberharz ergäben sich – auch wegen vieler ortsunkundiger Autofahrer – häufig unübersichtliche Situationen.

„Sicher durch den Harz“ umfasst jedoch mehr als nur Kontrollen und Gespräche: Beim Biker-Gottesdienst im Kloster Drübeck gedenken am Sonnabendvormittag 80 Teilnehmer den 14 in diesem Jahr bei Unfällen in Sachsen-Anhalt verstorbenen Motorradfahrern, so Fabich. Für die Verkehrssicherheitsaktion arbeitet die Polizei des Bundeslandes seit zehn Jahren harzübergreifend mit der aus Thüringen und Niedersachsen zusammen.

 Das Risiko f?hrt im Oberharz immer mit
Schierkes Nordrand wohl bald kahl

Schierke l Schon deutlich vor Beginn der Abendwanderung mit Revierförster Olaf Eggert versammeln sich 25 interessierte Schierker am Ottoweg. Bereits jetzt wird die aktuelle Situation diskutiert. Der Forstmann breitet eine Karte aus, erklärt die Bedrohungslage durch den Borkenkäfer. Der Nationalpark-Förster gibt zur Einführung noch einmal ein Statement ab, was oberhalb des Ottoweges bereits in den nächsten Wochen passieren wird und beantwortet erste Fragen zur Borkenkäferkalamität, die ungeahnte Ausmaße angenommen hat.

Die nächste Zukunft heißt, dass die bereits installierte Seilbahn für den Holzabtransport ab 23. September in Betrieb geht und „in einem Korridor um den Ottoweg auf 30 bis 40 Metern alle Fichten entnommen werden“, so Eggert. Es ginge um die Bekämpfung der Winterquartiere des Buchdruckers und vordringlich um die Verkehrssicherung des beliebten Wanderweges. An diesem liegen teilweise private Grundstücke und solche städtischen Eigentums. Der Tross setzt sich erst nach vielen Fragerunden in Bewegung, die Stimmung ist gedrückt. Erschüttert und lakonisch stellt ein Schierker fest, dass Lamentieren jetzt auch nicht helfe. „Uns bleibt nur nach vorn zu schauen, da ist nichts mehr zu ändern“.

Auch Eggert fällt es als engagiertem Förster nicht leicht, mit dieser Situation umzugehen: „Wir machen vieles, was unsere Heimat betrifft, auch an den Waldbildern fest“, spricht er den meisten der Anwesenden aus dem Herzen. Und das betrifft nicht nur die vom Tourismus lebenden Schierker. An der Vaupelsklippe fällt dann auf mehrfaches ungläubiges Nachfragen der deutliche Satz des Försters: „Das kommt hier alles weg.“ Die Schierker werden sich vom bisherigen Fichtengürtel im Norden des Ortes verabschieden müssen, jedenfalls für viele Jahre. „Ein Wald wird entstehen, der für sie ganz anders aussieht“ versucht er vorsichtig in die Zukunft zu schauen.

Ein Szenario, wie es kommen könnte, wenn die noch stehenden Altbäume den Licht- und Wetterschutz für eine gewisse Zeit erfüllen, zeigt er am Quitschenhai. Dort haben sich junge, aufstrebende Laubbäume entwickelt. Doch was für Laien paradox klingt, ist forstwirtschaftlich nötig. Diese Jungbäume brauchen einen „Schirm“ und Stützkorsett, damit sie nicht zu schnell hochkommen und dann wenig Widerstand gegen Witterungsunbilden, Schneelast und Stürme entwickeln. Geduld ist also auch hier vonnöten.

Deshalb werden größere Teile der sterbenden Fichten weiter stehen bleiben, einige wird man als mannshohe Stümpfe stehenlassen. Dies missfällt Marina Jung. „Das ist doch für einen Kurort ein unmögliches Bild“, sagt sie. Aus finanziellen Gründen werden sogar Bagger zum Einsatz kommen, die Bäume umlegen, die dann entwurzelt weiter verrotten.

Da kommt einigen Schierkern spontan das Bild einer Windhose von 1904 in den Sinn, die damals den Brockenort heimsuchte und sogar für Postkarten sorgte. Diese Bilder scheinen sich zu wiederholen, auch wenn der Anlass ein anderer ist. Gleichwohl konstatiert Eggert: „Stehendes Holz ist wertvoller als liegendes. So gelingt es Wind, UV-Strahlung und Verbiss abzuwehren, Tau zu binden. Ein langsam zusammenbrechender Wald wäre ökologisch am besten“, umreißt er die forstliche Seite.

Auf den freigeschlagenen Korridoren sollen Laubbäume angepflanzt werden. Hier bieten spontan mehrere Schierker ihre Hilfe an, die Eggert auch gern annehmen wolle, wo es sich um grundstücksnahe Räume handelt. Als man nach 80 Minuten am alten Kurpark anlangt und sich nach den alten Douglasien erkundigt, ist es schon schackerig geworden. Eggert bedankt sich für die sachlichen Gespräche beim Spaziergang und wünscht sich weitere solche Runden. Für diese Idee gibt es Beifall von den Spaziergängern.

 Schierkes Nordrand wohl bald kahl
Volltrunken durch den Harz

Wernigerode (vs) l Mit 2,29 Promille Alkohol ist eine Autofahrerin am Freitagabend, 13. September, in Wernigerode gestoppt worden. Der Besatzung eines Streifenwagens war der Fiat der Wernigeröderin gegen 19.20 Uhr an der Tunnelkreuzung Altstadtkreisel aufgefallen: „Dieser stand an einer ‚Grünen Ampel‘ und fuhr erst nach Hupen des nachfolgenden Verkehrs los“, berichtet ein Sprecher des Polizeireviers Harz.

Die Beamten unterzogen die 27-jährige Fahrerin im Veckenstedter Weg einer Verkehrskontrolle. In der Atemluft der Frau nahmen die Polizisten bereits deutlich Alkoholgeruch wahr, ein Test ergab jenen Wert von mehr als zwei Promille. Im Krankenhaus wurde der Wernigeröderin eine Blutprobe entnommen. Ihr Führerschein wurde sichergestellt, gegen sie läuft nun ein Ermittlungsverfahren.

Das gleiche Schicksal teilt ein 63-jähriger Nordharzer. Als Polizisten am Freitag gegen 22.30 Uhr seinen Dacia in Heudeber kontrollierten, bemerkten sie in seiner Atemluft ebenfalls Alkoholgeruch. Der Atemalkoholtest ergab einen Wert von 2,28 Promille, teilt ein Sprecher des Harzer Reviers mit.

Mit einem Bußgeld von 500 Euro, zwei Punkten in der „Flensburger Verkehrssünderkartei" und einem Monat Fahrverbot müsse dagegen ein Ballenstedter rechnen. Die Beamten stoppten den VW des 29-Jährigen am Sonnabend, 14. September, gegen  3.50 Uhr zu einer Verkehrskontrolle in der Quedlinburger Straße in seiner Heimatstadt. "Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 0,76 Promille", berichtet er Polizeisprecher. Nach einer beweissicheren Atemalkoholkontrolle wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

 Volltrunken durch den Harz