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Tourist-Info Reddeber

Gemeindeverwaltung
Dorfstr. 30
38855 Reddeber
Telefon: 0 39 43 / 22119
http://www.reddeber.de

Fl

In direkter Nachbarschaft von Wernigerode liegt die Harzgemeinde Reddeber. Das neueste Wahrzeichen der Gemeinde ist der riesige Gewerbepark, der den Ort mit Wernigerode verbindet.


Der Ort wurde 936 erstmals als Rudiburg urkundlich durch den Kaiser Otto I. erwähnt. Da man jedoch nach dem Zweiten Weltkrieg im Jahr 1955 eine 1000-Jahrfeier organisiert hatte, wurde 2005 das 1050-jährige Ortsjubiläum gefeiert.

Die Ortsgründung geht auf einen Königshof zurück. Kaiser Otto III. schenkte das Gut Rudiburo der Kirche zu Halberstadt im Jahre 1000. Im Jahre 1120/21 wurde der Ort an den Grafen von Wernigerode übergeben. Im ersten Viertel des 13. Jahrhunderts ging das nun Ridebere genannte als Lehen an den Grafen von Blankenburg-Regenstein und kehrte nach der Niederlage des Regensteiner Raubgrafen 1343 an Wernigerode zurück. 1531 erfolgte die Trennung von Dorf und Flur - das Ober- und Niedergericht wurde der Herrschaft des Regenstein, die Flur aber der Herrschaft von Stolberg-Wernigerode zugesprochen.

1599 vereinnahmte Herzog Julius von Braunschweig und Bischof von Halberstadt widerrechtlich die Grafschaft Blankenburg samt Reddeber.

1807–1813 kam Reddeber nach der Niederlage Preußens gegen Napoleon 1806 zum neu gegründeten Königreich Westphalen unter Napoleons Bruder Jerome. Speziell gehörte Reddeber zum Saaledepartement, Landkanton Wernigerode. Das Königreich Westphalen brach nach der Niederlage der Franzosen in der Völkerschlacht bei Leipzig 1813 wieder zusammen.

Ab 1816 erfolgte die Einteilung des Regierungsbezirks Magdeburg, Reddeber gehörte nun zum landrätlichen Kreis Osterwieck. 1822 wurde Reddeber den Grafen zu Stolberg zugesprochen und kam 1825 an die wieder gebildete Grafschaft Wernigerode, die zur preußischen Provinz Sachsen gehörte. Reddeber wurde 1870 von der Flur Wernigerode getrennt und bekam wieder eine eigene Flur.

Gegen Mittag des 11. April 1945 besetzten US-amerikanische Truppen den Ort. Zwei tapferen Einwohnern ist es zu verdanken, dass nicht die Waffen des Volkssturms sprachen, sondern eine weiße Fahne wehte.

Am 1. Januar 2010 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Reddeber in die Stadt Wernigerode eingemeindet.