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Gernrode ist ein Ortsteil von Quedlinburg im nordöstlichen Rand des Harzes im Landkreis Harz in Sachsen-Anhalt. 961 wurde Gernrode erstmals urkundlich erwähnt und erhielt im Jahr 1539 das Recht, Wappen und Siegel zu führen, was heute häufig mit einer Stadtrechtsverleihung gleichgesetzt wird. Der Ort war fast 700 Jahre lang der Sitz des erst geistlichen, nach der Reformation freiweltlichen Damenstifts Gernrode.

In der Altstadt mit ihren verwinkelten Straßen befinden sich viele Gebäude aus verschiedenen Jahrhunderten der Stadtgeschichte. Am kleinen Markt liegt das Rathaus Gernrode aus der Zeit des Historismus, westlich davon der romanische Turm der ehemaligen Marktkirche St. Stephanus, sowie die bekannteste Sehenswürdigkeit, die romanische Stiftskirche St. Cyriacus. Die Stiftskirche St. Cyriacus befindet sich an der Südroute der Straße der Romanik.

Geschichte zur Stadt

Den  ersten schriftlichen Nachweis über die Existenz Gernrodes liefert  eine Urkunde, ausgestellt von Kaiser Otto I, auf dessen Jagdhof in  Siptenfelde am 17. Juli 961.
Dieses Datum wird seither als Gründungstag des Ortes Gernrode  angenommen und gefeiert. 

Die Stiftskirche Sankt Cyriakus

Gernrodes Wahrzeichen ist die Stiftskirche Sankt Cyriakus.

Sie ist das einzige, nahezu unveränderte romanische Bauwerk ottonischer Zeit in Nord-und Mitteleuropa.

Die Linde

Nach der Besiedlung war an dieser Stelle vermutlich der „Thingplatz“. Später wurde der Platz für alle Bewohner als Versammlungs- und Festplatz genutzt. Als in dieser Gegend große Höfe entstanden, war die Linde Grenzbaum zwischen den einzelnen Gehöften. Vor einigen Jahren wurde die Linde so stark vom Blitz getroffen, dass sie entfernt werden mußte. An dieser Stelle wurde 1981/82 der Platz neu gestaltet und eine junge Linde gepflanzt. Durch verkehrstechnische Umbauten mußte die Linde jedoch entfernt werden und wurde im Oktober 1999 neu gepflanzt.

Die ehemalige Dorfkirche mit Sühnekreuz

Die ehemalige Stephanikirche (Marktkirche) wurde 1046 als Markt -und Stadtkirche erbaut. 1188 stiftete Kaiser Barbarosa für den Stephanikirchturm eine Glocke, welche noch heute genutzt wird.Nach der Einführung der Reformation (1521) wurde die Kirche vorwiegend als Begräbsniskirche genutzt. Ab 1619 war sie wieder eine Stadtkirche. 1847 wurde die Stephanikirche zur Schule um-und ausgebaut. Der Kirchturm blieb in der alten Form erhalten, er gehört weiterhin der Kirche.

Die alte Küsterei

In der Bergstraße 3 befindet sich auf dem Gelände des früheren Oberpfarrhofes die alte Küsterei der Stephanikirche (Marktkirche) aus dem 11. Jahrhundert.

1951/52 wurde diese Küsterei umfassend renoviert, dabei wurde das alte Fachwerk wiederhergestellt. Bei den Bauarbeiten stieß man im Keller auf das alte Gewölbe, welches vermutlich zu der alten Marktkirche gehörte und um 900 entstanden ist. 

Der Spittelplatz

Der Name Spittelplatz weist auf ein Hospital an diesem Platz hin. 1136 wurde ein Spital für alte, gebrechliche Bürger eingerichtet. 1867 wurde das Gebäude wegen Baufälligkeit abgerissen.

Bis 1926 gab es auf dem Spittelplatz den Spittelteich. Er diente der am Spittelteich ansässigen Gero-Brauerei zum Säubern der Bottiche und als Pferdetränke. Am Teich waren lange Zeit sogenannte Sturmfässer zum Feuer löschen aufgestellt. 1926 wurde der Teich zugeschüttet und später gepflastert.

Der Bläkhof

Der Bläkhof ist ein ehemaliger Klosterhof. Die Mauern des Hofes sollen zum Teil noch aus der Entstehungszeit stammen. Im Torbogen (für Mitteldeutschland ein einzigartiger Neidkopf-Torbogen) befindet sich in der Mitte eine Domänemaske, die Unheil vom Hof abwenden soll. 

Die ehemalige Schule

Nach der Reformation im Land Anhalt und Gernrode wurde die Gernroder Elementarschule,  die wahrscheinlich älteste Elementarschule Deutschlands, erstmals1533 erwähnt.

Dieses Gernroder Schulhaus befand sich in der St. Cyriakus Straße 2 und wurde bis 1847 für den Schulunterricht genutzt. 1998 erwarb der Kulturverein „Andreas Popperodt“ e.V. dieses Grundstück. Mit viel Aufwand und Arrangement wird es zur Zeit restauriert und soll in der Zukunft als Schul-und Heimatmuseum eingerichtet werden. 

Häuschenstraße 6

Das Haus, Häuschenstraße 6, war im 16. Jahrhundert Pfarrhaus.

Besitzer war Andreas Popperodt, Rektor der Schule und erster Pfarrer nach der Reformation. Popperodt war für Gernrode ein bedeutender Historiker.Er ist der Verfassser der „Annales Gernrodensis“.

Die Sage von der Blume auf der Lauenburg

Noch über rauschenden Wald liegt die einstmals so stolz und kühn dreinschauende Lauenburg. Nur noch ein verfallener Turm und überwachsene Schutthaufen zeugen von der Pracht , die längst vergangen ist. Da, wo einst ein Becher fröhlicher Ritter klangen, flüstert jetzt geheimnisvoll der Ginster, und der Fuß geht über leuchtendes Heidekraut.

Fotogalerie: Stiftskirche St. Cyriakus


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Gernrodes Wahrzeichen ist die Stiftskirche Sankt Cyriakus. Die Stiftskirche St. Cyriakus in Gernrode (Landkreis Harz, Sachsen-Anhalt) ist eines der bedeutendsten ottonischen Architekturdenkmale in Deutschland. Die Kirche, die erstmals im Jahr 961 erwähnt wurde, befindet sich aufgrund der Restaurierungen im 19. Jahrhundert heute weitgehend wieder im Zustand des 10. Jahrhunderts; lediglich die westliche Apsis wurde um 1130 ergänzt. Die Kirche war die Stiftskirche des vom Markgrafen der sächsischen Ostmark, Gero, gegründeten Frauenstifts Gernrode, dem bis zur Auflösung im Jahre 1616 Äbtissinnen aus den adeligen Familien der Region vorstanden. Die Kirche wurde 1521, als sich die Äbtissin Elisabeth von Weida der Reformation anschloss und ihr Stift säkularisiert wurde, protestantisch und war damit eine der ersten protestantischen Kirchen weltweit. Seit der Restaurierung nutzt sie die evangelische Kirchengemeinde Gernrode als Pfarrkirche.