Logo
Navigation
Kopfzeile
hoehenmesserAbstand www.aiyoota.com eCommerce Online-Shop ShopSoftware CMS Content-Management-System WDPX-Frank Wollweber, 38855 Wernigerode, Germany

Gottes Wort wird natürlich auch in Wernigerode, der bunten Stadt am Harz gesprochen und erhört. Und so haben die Wernigeröder und ihre eingemeindeten Orte Gotteshäuser erbaut, von denen heute noch die meisten stehen und dem Besucher offenstehen.

St. Sylvestrikirche

Sie ragt im ältesten Teil von Wernigerode empor und wird als Pfarrkirche 1230 von der Liebfrauenkirche abgelöst.
1265 erfolgte die Umwandlung zum Benediktiner-Chorherrenstift mit zehn weltgeistlichen Stiftsherren, Diakon und Subdiakon sowie einer entsprechenden Anzahl von Vikaren.
Ab dieser Zeit war die Kirche auch Begräbnisstätte der Wernigeröder und nach 1429 der Stolberger Grafen.
Bis zum Umbau der Kirche um 1880 lagen noch neun Grabsteine im Altarraum, darunter der von Graf Heinrich zu Wernigerode, dem Letzten seines Geschlechts. 1539 wurde das Chorherrenstift aufgelöst, als die Grafschaft zur evangelischen Konfession überwechselte.
Ihren romanischen Baustil verlor sie beim Umbau 1881-1886. Es entstand ein neogotischer sakraler Bau, bei dem lediglich die gewaltigen Pfeiler im Mittelschiff, der Obergaden und die Reste des Querschiffs im Original erhalten blieben.
Bemerkenswert ist der Altarschrein, der 1480 in Brüssel gefertigt wurde. Zum ältesten Inventar gehört ein Schrank aus Eichenholz, der Mitte des 13. Jh. geschaffen wurde.

Schloßkirche

Die heutige Schloßkirche ist ein Ergebnis des großen Umbaus von 1862 bis 1881, jedoch gab es sicher schon zur Gründung der ersten Burg im 12. Jh. eine kleine Kapelle. Das kirchliche Leben auf dem Schloß erlangte im 16. Jh. größere Bedeutung, da hier früh die Reformation einzug. Bis zum Beginn des Dreißigjährigen Krieges hat sich eine Hofgemeinde gebildet.
Beim großen Umbau von 1862 bemühte sich Fürst Otto zu Stolberg-Wernigerode darum, die Kirche zum schönsten Raum des Schlosses zu gestalten. Die Schloßkirche ist zweischiffig und an drei Seiten von Emporen umzogen. Der neogotische Altar und die Kanzel bestehen aus französischem Kalkstein.
Das Schiff und die Emporen bewahren eine Reihe von Kunstwerken aus anderen Wernigeröder Kirchen.
Gottesdienste werden hier heute nicht mehr gehalten, jedoch finden hier Trauungen und regelmäßig Konzerte statt.

Kreuzkirche

1873 erbaute die "Kirchengemeinde der Ev.-Luth. Kirche in Preußen" die Kreuzkirche. Sie befindet sich am Kreuzberg, nach dem sie benannt ist. Das Innere erhielt sie von der abgebrochenen Nikolaikirche, die ehemals am Nikolaiplatz stand.
Es handelt sich dabei um eine Empore, das Kastengestühl und um die Kanzel.
Die 1611 fertiggestellte Kanzel ist der künstlerisch wertvollste Gegenstand der Kirche. Den Treppenlauf zieren Wappen von Wernigeröder Familien.

Marienkirche

1905 entstand für die katholische Gemeinde die Marienkirche. Dicht neben der Friedrichstraße erhebt sich der groß Backsteinbau im neoromantischen Stil.
Im Inneren werden die drei Schiffe durch drei Arkaden voneinander getrennt.
Die Innengestaltung lag in den Händen des Malers und Bildhauers Pischel. Er schuf die Gestalt des großen schwebenden Christus über dem Altar. An der Nordseite des Querschiffes bezeichnet eine farbige Marienfigur den Ort des Marienaltars.

Christuskirche

Die Pfarrkirche von Hasserode liegt nur wenige Meter von ihrem Vorgängerbau entfernt. Sie entstand 1908 bis 1909. Der Altar, die Kanzel und der Taufstein entsprechen in ihrer Gestaltung dem neoromanischen Stil ihrer Entstehungszeit.
Das Bild der Kreuzigung Christi wurde von dem Vorgängerbau übernommen.

Theobaldi Kapelle

Auch wenn ihr Äußeres Bescheidenheit vermittelt, der Inhalt ist beeindruckend.
1419 ließ Graf Heinrich zu Wernigerode die Kapelle errichten, sie ist ein Zeichen der Sühne für den Landfriedensbruch seines Bruders Graf Dietrich.
Die dem Heiligen Theobald, Bischof von Vienne, gewidmete Kapelle wurde Anfang des 17. Jahrhunderts um eine kreuzgewölbte Sakristei erweitert.
 
In einer Überlieferung steht geschrieben:
"Der Bau und die Bemalung der Kirche zu St. Theobaldi durch den Nöschenröder Michael Sperling sind zwar keine Leistung der Kunst, aber doch Zeugnis für den frommen Sinn und das kirchliche Leben der Gemeinde."
 
Die Decke ist bemalt und stellt einen blauen Himmel mit Wolken und Engel dar. Der gotische Altar ist reichgeschnitzt und vergoldet.

Liebfrauenkirche

Die alte romanische Liebfrauenkirche brannte 1751 bis auf die Grundmauern nieder.
Nach Plänen des gräflichen Baumeisters Heintzmann entstand in den Jahren 1756 bis 1762 eine neue Kirche gleichen Namens an gleicher Stelle. 12.000 Taler kostete der Neubau. Weit über die Hälfte davon stiftete der dänische König Friedrich V., der durch Heirat enge Beziehungen mit dem Grafenhaus Stolberg-Wernigerode pflegte.
Anlässlich der goldenen Hochzeit des Grafenpaares fand 1762 die Einweihung des Gotteshauses statt. Der Neubau ist Spätbarock, während die Innenausstattung als Rokoko zu bezeichnen ist. Der Rechtecksaal ist von der bis zur Holztonne aufsteigenden Kanzel-Altar-Wand beherrscht.
Die gesamte Raumaufteilung ist für den protestantischen Kirchbau typisch.
Es liegt der theologische Gedanke zugrunde, dass das Wichtigste am Gottesdienst die Predigt ist.

St. Johanniskirche

Die älteste Kirche der Stadt wurde zwischen 1265 und 1279 erbaut. Sie diente den Bewohnern der Neustadt als Gotteshaus. Ihren Namen verdankt sie Johannes dem Täufer, dessen Statue auf dem Portal thront - die heute aus Eichenholz von Holzbildhauer Ziomek das 500 Jahre alte Original ersetzt. Als wahres Prunkstück präsentiert sich der reichgeschnitzte, doppelklappbare Altar aus den Anfängen des 15. Jh. mit der Madonna mit Kind im Mittelflügel.
Eine Besonderheit sind die vier Szenen der Kindheitsgeschichte Jesu: Verkündigung der Geburt, Geburt Jesu, Huldigung durch die drei Könige, Darstellung Jesu im Tempel sowie die Szene von der Geburt Jesu als unvergleichbares Weihnachtsbild.

St.-Georgii-Kapelle

Graf Konrad zu Wernigerode gründete kurz vor Mitte des 14. Jahrhunderts das Hospital zu St. Georgii mit der kleinen Kapelle gleichen Namens.
Bereits in einer Urkunde vom 6. April 1347 bezeugte der rector capellas hospitalis nostri die Existenz der Kapelle.
Diese kreuzgewölbte Wegekapelle wurde mit einem Holzbild des drachentötenden Heiligen Georg ergänzt. Vor der Heiligenfigur konnte der Wanderer sein Gebet sprechen, ohne das Gotteshaus zu betreten. Ebenfalls im Nachhinein entstand die Vorhalle im Fachwerkbaustil mit einer rundbogigen und holzgerahmten Tür mit der Jahreszahl 1635 und dem Glockenturm. Weitere Änderungen erfolgten im 19. Jahrhundert, um noch mehr Besucher aufzunehmen.
Die St.-Georgii-Kapelle ist heute das Gotteshaus der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde.