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Der Brockengarten ist ein botanischer Garten auf dem Gipfel des Brockens. Er gehört zum Nationalpark Harz und bietet einen Bestand von ca. 1.600 Pflanzenarten, darunter einheimische, die nur im Gebiet des Brockens wachsen, wie die Brockenanemone oder das Brockenhabichtskraut, aber vor allem alpine Pflanzen wie Silberwurz oder die Schweizer Weide.
Neben dem Brockengarten befindet sich noch ein Museum, auf dem höchsten Gipfel im Harz.
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Der Brocken ist ein Ort extremer Wetterbedingungen. Aufgrund der exponierten Lage im Norden Deutschlands liegt sein Gipfel oberhalb der natürlichen Baumgrenze. Das Klima auf dem Brocken entspricht aufgrund des kurzen Sommers und sehr langen Winters, der vielen Monate mit geschlossener Schneedecke, den schweren Stürmen und niedrigen Temperaturen selbst im Sommer einer alpinen Lage in 1.600–2.200 m Höhe beziehungsweise dem Klima Islands.
- Nebel an 306 Tagen im Jahr
- An 100 Tagen im Jahr von Eis bedeckt
- An 85 Tagen im Jahr herrschen Temperaturen
unter 0 °C
- Im Winter treten Tiefsttemperaturen von bis zu −28 °C auf Das Jahrestemperaturmittel beträgt 2,9 °C
- Die höchste gemessene Windgeschwindigkeit betrug 263 km/h
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Zwei bekannte Laufveranstaltungen führen auf den Brocken: der Ilsenburger Brockenlauf (Anfang September, 26 km, davon 12 km Steigung, ausgetragen seit den 1920er Jahren) und der Harz-Gebirgslauf (11 km, 22 km und der Brocken-Marathon mit 42,2 km) mit Start und Ziel südlich Wernigerode. Beide Läufe führen aus dem Tal auf den Brocken und wieder zurück. Der läuferisch anspruchsvollste Teil sind jeweils die letzten vier Kilometer vor dem Brockengipfel, auf dem bei beiden Wettkämpfen eine gesonderte Bergwertung stattfindet. In diesem Abschnitt ist ein Betonplattenweg mit durchgängig etwa 20 % Steigung zu überwinden und die Läufer sind oberhalb der Waldgrenze oft einem scharfen, eisigen Wind ausgesetzt. Von den jeweils knapp tausend Teilnehmern schaffen es regelmäßig nur etwa fünfzig, diese Passage ohne Gehpausen durchzulaufen.
Seit 2004 startet im Februar jeden Jahres die Brocken-Challenge - ein Ultramarathon mit 84 km von Göttingen zum Brockengipfel. Der Erlös dieser Veranstaltung kommt sozialen Zwecken zugute.
Wer die 87 km von Göttingen aus zum Brocken nicht laufen aber erwandern will, kann dies seit 2003 beim organisierten "Brockenaufstieg" erleben. Mehr als 300 Personen nehmen an dieser zwei Tage dauernden Wanderung im Juni teil.
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Flora
Der Brockengipfel liegt oberhalb der Baumgrenze, so dass allenfalls sehr kleinwüchsige Fichten dort zu finden sind. Hauptsächlich findet sich dort eine Heidelandschaft. Im Brockengarten wird die Flora besonders gehegt und Besuchern gezeigt. Dort sind aber auch weitere, ursprünglich nicht auf dem Brocken heimische Pflanzenarten angesiedelt worden.
Zu den typischen Arten am Brocken, die man in Norddeutschland sonst nicht oder kaum findet, gehören ab einer Höhe von etwa 1050 Metern über NN die Brockenblume oder Brockenanemone genannte Kleine Alpen-Kuhschelle (Pulsatilla alpina subsp. alba), Ruchgräser (Anthoxanthum), der Frauenmantel (Alchemilla), die Blutwurz (Potentilla tormentilla), der Alpenbärlapp (Lykopodium borealis), die Flechte Isländisches Moos (Cetraria islandica) und die Rentierflechte (Cladonia rangiferina). Die Krähenbeere wird hier auch Brockenmyrte genannt. Auf der Ostseite des Brocken findet man Pflanzen, die zur südosteuropäischen Flora gehören, wie Adonis vernalis, Bupleurum falcatum und Asperula glauca.
Auf den Hochmoorflächen rund um den Brockengipfel findet man beispielsweise Wollgras, Sonnentau und Birkenarten aus Nordeuropa wie die Zwergbirke, Betula nana.
Fauna
Auch einige Tierarten haben sich an die Lebensbedingungen auf dem Brocken angepasst. So brüten im Gipfelbereich der Wasserpieper (Anthus aquaticus), die Nachtschwalbe (Caprimulgus europaeus) und der Wachtelkönig (Crex pratensis).
Die Bergeidechse tritt am Brocken mit einer eigenen, dunkel gefärbten Variante auf, Lacerta vivipara aberr. negra. Auch den Grasfrosch (Rana temporaria) findet man dort. Insekten sind sehr zahlreich. Man findet besonders viele Käfer, beispielsweise Laufkäfer wie Amara erratica, und Hunderte Arten Schmetterlinge. Der Kohlweißling hat hier pro Jahr nur eine Generation, während es im Tiefland zwei sind.
Zu den glazialrelikten Säugetieren gehören die Nilssonsche Fledermaus (Vesperugo Nilssoni), die Alpenspitzmaus (Sorex alpinus) und die Ringdrossel.
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