Das 1821 als Wohnhaus errichtete Gebäude des Harzmuseums blieb
bis 1918 in Privatbesitz und nahm danach städtische Behörden wie
Polizei und Bauverwaltung auf. Seit 1954 beherbergt es im Obergeschoss
das Museum. Das erste Museum der Stadt
Wernigerode war das am 31. Juli
1897 eröffnete "Fürst - Otto - Museum".

Es war eng mit dem Besitz des Fürsten verflochten und durchdessen Bankrott gefährdet. Dank des Engagements des Geschichts- undMuseumsvereins konnte es als Heimatmuseum erhalten und von 1931 bis1945 im sogenannten Pächter-wohnhaus des Vorwerks untergebracht werden.Nach Kriegswirren wurde es am 12. Oktober 1946 wieder eröffnet. Danacherfolgte aber eine Umlagerung der Bestände auf das Schloss, wobei inden folgenden Jahren Veränderungen am Bestand vorgenommen wurden undVerluste auftraten. Zeitweilig hatte das Museum sogar seinen Platz imRundgang des Schlosses, musste jedoch der Erweiterung der Ausstellungdes Feudalmuseums weichen. Die Hauptorientierung erfolgte in dieserZeit auf die Geschichte der Arbeiterbewegung. Seit 1963 erhielt dasMuseum einen überwiegend naturwissenschaftlichen Charakter, was mit der1974 erfolgten Umbenennung in "Harzmuseum" seinen Ausdruck fand. Nachumfangreichen Rekonstruktions- und Sanierungsarbeiten, die über 2 Jahredauerten, konnte das Museum am 15. Mai 2001 wieder eröffnet werden.Während der Bauzeit wurde die Chance genutzt, die Ausstellung neu zukonzipieren. Die Dauerausstellung gliedert sich in den beidenGebäudeteilen in einen stärker naturwissenschaftlich und einen mehr aufStadtgeschichte orientierten Bereich. Der Harz, als höchstesMittelgebirge Norddeutschlands, unterscheidet sich in Bezug auf Flora,Fauna und Geologie deutlich von den benachbarten Naturräumen.Fossilien, Minerale und Gesteine dokumentieren seine erdgeschichtlicheEntwicklung sowie die des Lebens. Sie bildeten die Grundlage für denüber Jahrhunderte andauernden Bergbau, dessen Spuren noch heute zufinden sind. Die Tierwelt des Harzes verfügt über seltene oder sogareinmalige Arten. Unter dem Aspekt des Schutzes der Natur sind Präparatedieser Tierarten ihrem Lebensraum zugeordnet. Im zweiten Teil derAusstellung erfolgt ein kurzer Abriss zur Geschichte Wernigerodes, diebis ins 9. Jahrhundert zurückreicht. Die Entwicklung derHandwerkskünste in
Wernigerode, u.a. die der Zinngießer undBüchsenmacher, wird mit entsprechenden Erzeugnissen vorgestellt. Auchder Fremdverkehr und das Fachwerk in
Wernigerode haben ihren Platz imMuseum erhalten. Fester Bestandteil der Ausstellung sind jetzt auchMalerei und Grafik, mit den Schwerpunkten Arbeiten des 19.Jahrhunderts, der Wernigeröder Künstlerkolonie und der Harzmalerei.


Mai bis September: Dienstag bis Sonntag
Oktober bis April: Montag bis Samstag
Jeweils: 10.00-17.00 Uhr (auch Feiertags)
Führungen auf Anfrage
Harzmuseum Klint 10
38855
Wernigerode
Tel. (03943) 654454
Fax (03943) 77450
harzmuseum@stadt-wernigerode.de